20.04.2012
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Von guten Schauspielern lernen

So gewinnen Sie Ihre Kunden mit Natürlichkeit

Manche Kunden verlangen einem mehr ab als ein Lächeln. Aber sollten Sie sich für Sie verstellen? Nein, sagt Expertin Heike Bauer-Banzhaf, denn Posen überzeugen nicht. Lernen Sie von Schauspielern Natürlichkeit und Wandlungsfähigkeit!

Fahrradfahren? Natürlich! Doch auch das ist gelernt.
Fahrradfahren? Natürlich! Doch auch das ist gelernt. - 
Foto: BilderBox.com

Handwerker haben einen entscheidenden Vorteil in punkto Natürlichkeit: "In der Regel sind sie nicht so verkopft und darum auf Anhieb glaubwürdig", sagt Schauspielerin und Kommunikationsexpertin Heike Bauer-Banzhaf. Auf die eigene Kompetenz als Handwerker zu setzen sei gut. "Viele meinen aber, damit wär’s schon getan und das ist ein Irrtum."

Stattdessen gehe es darum, sich in verschiedenen Rollen auszuprobieren und wohlzufühlen, erklärt die Schauspielerin. Handwerkschefs meistern täglich die unterschiedlichsten Situationen - vom Mitarbeitergespräch über die Kundenakquise bis zum Bankgespräch. Mit jedem Gesprächspartner eine gute gemeinsame Ebene finden - das ist eine Frage von Naturtalent und Training.

Tipps und ein Exkurs in Richtung Stimmtraining von Heike Bauer-Banzhaf, damit Sie auch ungewohnte Situationen natürlich meistern können.

Tipp 1: Überraschen Sie sich selbst mit Ihren Möglichkeiten
Natürlich ist, was Sie häufiger tun. Das gilt für Gespräche genau so wie fürs Autofahren. Fragen Sie sich also nicht, was Sie normal für Sie ist, sondern: Was ist möglich?

Überlegen Sie sich zum Beispiel eine andere Begrüßung als die, die Sie jeden Tag verwenden. Dann probieren sie aus, wie Ihnen die neue Wendung über die Lippen kommt. Ganz sicher wird "Moin" sich völlig anders anfühlen als "Schönen guten Tag" oder sogar das süddeutsche "Grüß Gott", bei dem manches Nordlicht sich schütteln könnte.

Dann testen Sie. Erst laut – vielleicht wenn Sie alleine Auto fahren. Dann bei der Bäckerin Ihres Vertrauens. Ist es in Ordnung für Sie? Dann ist die nächste passende Gelegenheit beim Kunden an der Reihe. Vielleicht haben Sie ja einen Bayern in Ihren Auftragsbüchern und hinterlassen einen positiven Eindruck mit Ihrer freundlichen Begrüßung, mit der er so gar nicht gerechnet hätte. – Voraussetzung: Sie müssen sich gut fühlen dabei statt linkisch und das ist auch Erfahrungssache. So können Sie alle möglichen Situationen aus Ihrem Berufsalltag durchspielen.

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