Handwerk macht zufrieden
So gewinnen Sie das Rennen um Mitarbeiter!
Immer weniger Fachkräfte in der Zukunft? Das Handwerk kann gelassen bleiben, meint ein Hirnforscher. Wenn es seine Stärken ausspielt, wird es ein begehrter Arbeitgeber sein. Ein wenig müssen die Betriebe dafür noch tun.
Der Wissenschaftler Gerald Hüther, Professor für Neurobiologie, sieht das Handwerk aufgrund seiner kleinen, partnerschaftlichen, familiären Strukturen klar im Vorteil.
"Die Mitarbeiterzufriedenheit ist schon heute in vielen Betrieben ungleich größer als in der Industrie", sagt der bekannte Hirnforscher. Darauf lässt sich aufbauen!
So nutzen Sie als Arbeitgeber Ihre Stärken!
Wie können Unternehmer diesen Trend befördern?
1. Delegieren: "Übergeben Sie Verantwortung: Ihre Mitarbeiter werden es Ihnen danken, wenn Sie sie zum Beispiel komplette Kundenaufträge in Eigenregie umsetzen lassen", rät der Forscher. Wem das zu weit geht, dem empfiehlt der Fachmann Zwischenbesprechungen – beispielsweise nach der Planung der Umsetzung und nach der Ausführung. Damit könnten Chefs im Blick behalten, ob alles im Sinne des Unternehmens läuft.
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2. Loslassen: Keinen Hehl macht Hüther daraus, dass das Übertragen von Verantwortung starke Führungskräfte erfordert. "Die müssen loslassen können." Chefs müssten ihren Leuten auch etwas zutrauen.
3. Positionieren: Wenn sich das Handwerk dann noch mit seiner regionalen Nähe als "Verbündeter des Bürgers" positioniert, brauchen die Betriebe nach Ansicht des Neurobiologen keine Zukunftssorgen zu haben. "Das Handwerk hat das Potenzial, durch eine solche partnerschaftliche Mitarbeiterführung an der Spitze einer neuen Unternehmenskultur zu stehen", ist Hüther überzeugt.
Dass eine neue Unternehmenskultur kommen wird, scheint Hüther unausweichlich. Losgehen werde es allerdings mit dem Zusammenbruch des bisherigen Schulsystems - weil es so nicht mehr funktioniert. Und das habe Folgen für die Firmen.
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