20.06.2001
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Banken

"Sicherheiten nach Mafia-Manier"

Die Banken machen dem Handwerk das Leben immer schwerer: handwerk.com-Leser beklagen überzogene Forderungen nach Sicherheiten, schleppende Kreditbearbeitung und kurze Kreditlaufzeiten.

"Sicherheiten nach Mafia-Manier"
Ursula Meissner, Firma Pueblo Lehmbau, in Waldmühlen:

„Wir können diese Erfahrungen nur unterstreichen. Wurde in der Vergangenheit noch tolerant mit dem Kunden umgegangen, so sagt heute der Banker offen ins Gesicht, daß er eher den Betrieb in Konkurs gehen läßt statt zu helfen. Und dies, obwohl die Zahlen eine Umsatzsteigerung um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ausweisen. Ebenso werden Zahlungen bei Erreichen des Limits einfach nicht ausgeführt, eine Benachrichtigung erfolgt nicht.

Beim Festsetzen eines erweiterten Kreditrahmens werden Sicherheiten gefordert, die nach Mafia-Manier völlig überzogen sind. Werte wie Grundstücke, werden zwar mit z.B. 50.000 Mark von Seiten der Bank bewertet, im Kreditrahmen aber nur mit 30.000 Mark, also 40 Prozent weniger eingebunden. Da die uns so widerfahrene Behandlung keinen Einzelfall darstellt, wie wir in mehreren Gesprächen mit befreundeten Handwerkern feststellen mussten, muß hier also Methode vermutet werden.

Vor dem Hintergrund solcher Schikanen kann man schon mal die Lust verlieren, zumal auch andere Institutionen einem auch nicht gerade das Leben leichter machen. Stellt sich die Frage: Wenn kleine und mittlere Betriebe diese Daumenschrauben nicht überleben, und die großen wegen -schlechter Standortbedingungen´ abwandern, was wird dann? Die Arbeitsplätze der Arbeitsamtmitarbeiter erscheinen jedenfalls krisensicher. Und die von Nervenärzten und Psychiatern dann ebenfalls."

Wie ein Existenzgründer an seiner Bank scheiterte und wie eine Familie am Ärger mit der Bank zerbrochen ist, lesen Sie auf den folgenden Seiten .

 
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