Datenschutz
Sichere E-Mails für Smartphones & Co.
In der Politik sind Blackberrys und iPhones nicht gern gesehen – weil die Geräte offenbar zu unsicher sind. Doch auch Unternehmer und Privatpersonen sollten beim mobilen E-Mail-Versand vorsichtig sein. Das müssen Sie beachten.
Auch wenn sie normalerweise an einen bestimmten Empfänger gerichtet sind, können E-Mails von jedem mitgelesen werden, "der Interesse an ihrem Inhalt und ein wenig technisches Verständnis hat", berichtet faz.net.
Grund: E-Mails werden über mehrere Schnittstellen verschickt – unabhängig davon, ob sie von einem Computer oder einem internetfähigen Telefon kommt. Dabei stellt jede Schnittstelle auch gleichzeitig eine Sicherheitslücke dar.
Führungskräften und der Bundesregierung hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik den Gebrauch von Blackberrys und iPhones abgeraten. Auch Unternehmer, die mobil sensible Daten versenden, sollten vorsichtig sein. Die ständige Erreichbarkeit habe den Umgang mit vertraulichen Daten erschwert. Studien zufolge liegt der wirtschaftliche Schaden durch Datenpannen bei 2,5 Millionen Euro, schreibt faz.net.
So könnten E-Mails in falsche Hände geraten
Die erste Station nach Versand einer E-Mail ist der Zentralrechner des Unternehmens oder des E-Mail-Anbieters. Diesen ersten Weg könne mal mit einem so genannten SSL-Protokoll verschlüsseln. Je nach Provider ist diese Einstellung schon vorgenommen oder man muss sie händisch aktivieren.
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Wer Firmendaten von unterwegs nutzt, kann sie mithilfe eines virtuellen privaten Netzes (VPN) verschlüsseln. Daten gelangen dann durch den virtuellen Tunnel, der von äußeren Angreifern nur schwer zugänglich ist.
Haken: Die Technik lässt sich überlisten
Wenn Hacker vortäuschen, jeweils der andere Kommunikationspartner zu sein, könne nach Angaben von faz.net sowohl die eine, als auch die andere Verbindung geknackt werden. Als Schutz empfehlen Experten so genannte digitale Zertifikate, die den Server und die Empfangsgeräte eindeutig identifizieren.
Die Empfehlung für sensible Daten ist eine kompliziertere Verschlüsselungstechnik: PGP (Pretty Good Privacy): Sender und Empfänger tauschen digitale Schlüssel aus. Der Code wird mit dem einen Schlüssel chiffriert und mit dem anderen wieder "aufgeschlossen". Die Länge des Schlüssels sei hier ausschlaggebend für die Sicherheitsstufe.
Für private Anwender ist die PGP-Grundversion frei erhältlich. Die Open-Source-Variante, GnuPG, ist ebenfalls kostenlos im Internet als Download verfügbar. Aber beide Systeme funktionieren nur für E-Mails, die über den Computer versandt werden – für Smartphones können sie noch nicht angewendet werden.
Deshalb heißt es vorerst: Sensible Daten möglichst vom stationären Rechner versenden oder vor dem Versand verschlüsseln.
Beispiel: Ein System für die Verschlüsselung von Mails auf Smartphones ist Certgate Smartphone Protector.
(ja)

1 Kommentar zu "Sichere E-Mails für Smartphones & Co."
Für Android-Telefone gibt es PGP/GPG-Verschlüsselung http://www.thialfihar.org/projectsapg - sowohl für Emails als auch für Dateien.