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05.06.2008
FUHRPARK
RUND UMS AUTO
Sheriffs gegen Plakettenmuffel?
Blick in den Rückspiegel
Als "Law- and Order"-Truppe haben sich die Grünen bislang nicht hervorgetan. Doch in Umweltzonen wollen einige jetzt hart durchgreifen: Weil ihnen die Polizei nicht genug tut, rufen die Ratsgrünen in Hannover nach privaten Sheriffs.

Das Ziel der Politiker ist klar: Wer ohne Plakette in der Umweltzone erwischt wird, soll zahlen. 40 Euro kostet das Vergehen. 40 Euro, die in der niedersächsischen Landes-
hauptstadt noch keiner hat hinblättern müssen.

Nach Informationen der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) hat die Polizei seit Ablauf der Übergangsfrist vor einem Monat 15 Anzeigen an die Stadt geschickt. In zwei Fällen sei ein Bußgeldverfahren eingeleitet worden. Grünen-Unweltexperte Michael Dette: "Momentan drücken sich alle", ärgert er sich in der HAZ über den fehlenden Einsatz von Polizei und Ordnungsamt.

Geht es nach Dette und seinen Ratskollegen sollen Privatfirmen in der Umweltzonen für Recht und Ordung sorgen. Bezahlt werden könnten die Sheriffs aus dem Bußgeld-Topf, heißt es. Die Grünen verweisen dabei auf Bayern. Dort helfen Firmen, den Verkehr zu überwachen.

Anders als in Hannover werden in Berlin alte Fahrzeuge eifrig kontrolliert. Zwischenbilanz: In der Hauptstadt des Protests gegen Umweltzonen ("Betrieben stinkt es gewaltig") sind im ersten Kontrollmonat 6000 Bußgeldverfahren gestartet worden.

(mfi)


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