04.10.2012
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Neue Image-Katastrophe

Seniorin seziert Servicetechniker

Handwerker 6, totale Abzocke, gute Fragen

Gute Frage
Was geht da schief?
Gute Frage - 
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Handwerker 6 hat eine besonders findige Diagnose-Methode: "Der Kompressor ist defekt, der mach klickklick."
Oma Penski: "Kann es nicht am Thermostat liegen?"
Handwerker 6: "Ich habe 30 Jahre Erfahrung, das kann ich hören, der macht klickklack. Da ist eine Schutzschaltung im Motor, wenn der Motor nicht angeht, schaltet der sofort aus."

Er veranschlagt für die Reparatur 437 Euro, gibt sich aber kulant: "Ok, 420 Euro mit Lieferung und allem."

Handwerksunternehmer Stefan Wolf fasst den Test insgesamt so zusammen: "Der überwiegende Teil der Handwerker war einfach nur losgeschickt worden, um die Geräte einzusammeln, die hatten überhaupt keine Ahnung von der Technik." Wer sich die Oma-Trick-Folge in Gänze antun möchte, wird in der ZDF-Mediathek fündig. Aber sparen Sie sich lieber die Zeit und beantworten Sie uns folgende Fragen: Was geht da schief? Werden einfach die falschen Betriebe ausgewählt? Spiegelt der Test die Realität? Finden Betriebsinhaber keine besseren Mitarbeiter? Schreiben Sie uns!

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(sfk)

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6 Kommentare zu "Seniorin seziert Servicetechniker "

  1. Carol - 15.10.2012, 14:43 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Wenn das ZDF mit unseren Zwangsgebühren solche Antihandwerkerkampagnen startet, sollte man das fachlich doch einmal etwas durchleuchten: Wir sind Elektrobetrieb mit Kälteschein und erfüllen somit zumindest rechtlich die Voraussetzungen, eine Kühlschrankreparatur ausführen zu dürfen. Bei einem Anruf wegen einer Kühlschrankreparatur würden wir jedoch nicht aktiv werden. Bei Reparaturen ist der Erfolg geschuldet. Wenn also ein Monteur hinfährt, sollte zum Schluss das Gerät auch wieder gehen, damit man eine Rechnung bezahlt bekommt. Außer elektrischen Ursachen kann natürlich Kältemittel fehlen, der Kompressor kaputt sein, die Wärmeabgabe nach hinten eingeschränkt... wenn der Standardelektriker ohne Kälteschein einen Fehler feststellt, den er nicht beheben kann, bleibt er in der Regel auf den Kosten für Fehlerdiagnose und Anfahrt sitzen. Sogar, wenn er vorher regelrecht angebettelt wurde, sich das doch einmal anzuschauen. Zudem ist ein Komressorwechsel zu Reparaturzwecken aufwendig. Die baugleichen Kompressoren gibt es nicht unbedingt zu kaufen (Sonderanfertigung für den Kühlschrankhersteller und nur dem Werkskundendienst zugänglich). Man müßte also unter Umständen den gesamten Kältekreis umbauen. Da kommen schnell ähnliche Größenordnungen wie beim Neukauf zusammen. Da ist man der ganz böse Abzocker und wird auch nicht bezahlt. Kältescheine sind auch nicht für jedes Kältemittel - z.B. gibt es auch Propan-Kühlschränke, die andere Kältemittelscheine erfordern. Ich weiss nicht, was für Kältemittel in meinem Kühlschrank ist, aber natürlich hat nicht jeder Elektriker - auch mit Kälteschein - von jedem eine Flasche da. Die Leihgebühren für die Flaschen sind hoch und es gelten spezielle Sicherheitsbedingungen beim Transport. Es ist also völliger Blödsinn zu behaupten, man solle sich bei Kühlschrankreparaturen an einen Elektriker wenden. Man könnte bei einem guten Kunden in der Nähe nachschauen, ob es ein einfach zu behebender Fehler ist (wie der geschilderte) - generell ist es ein freudloser Auftrag mit viel Frustpotential.

    • Eugen Klapproth - 15.10.2012, 15:17 Uhr Antworten

      Leute, das sind doch Aufträge für verzweifelte Kollegen, hilfsbereite Greenhörner, Spezialfirmen oder Abzocker. Wäre interessant zu wissen (falls die Sendung nicht gestellt ist, was ich eher vermute) welche Art von Firmen überhaupt gekommen sind. Existieren die Firmen überhaupt, welche Qualifikation haben die, wie haben sie reagiert bei der Konfrontation mit ihrem Verhalten? Un was soll überhaupt der Hinweis für Kunden, man soll sich den Handwerker gut aussuchen? Soll man 10 Firmen kommen lassen, die einen Kostenvoranschlag für die Kühlschrankreparatur machen? Kühlschränke gehen extrem selten kaputt, im Bekanntenkreis wird da auch die Nachfrage nicht wirklich lohnen. Anscheinend macht es gewissen Medienvertretern mehr Spaß, auf uns herumzutrampeln, statt wirkliche Probleme zu thematisieren. Das Zahlenverhältnis im Film suggeriert Kompetenzanteile, die ich nicht für repräsentativ halte.

  2. Peter Fink - 06.10.2012, 09:52 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/398#/beitrag/video/1743844/Der-Oma-Trick:-Der-kaputte-K%C3%BChlschrank
    Und hier ist der Link zu besagtem Film. Und wann schützen wir uns selber vor unseren schwarzen Schafen? Wofür machen wir unsere Meisterbriefe? Was machen die HWK? Wofür zahlen wir unsere Beiträge?
    Was ich unseren Kunden nur empfehlen kann: Suchen Sie einen Handwerksbetrieb aus Ihrem Umfeld. Dann stehen Sie ihm auch künftig Auge in Auge gegenüber und haben einen Ansprechpartner. Ein Handwerker aus der Nachbarschaft kann sich diese Betrügereien nicht so leicht erlauben.

  3. Carol - 05.10.2012, 18:00 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Inwieweit die Wahl der beauftragten Handwerker das negative Ergebnis beeinfluss hat kann man nur vermuten: Mehrere Spezialfirmen für Kühlschränke werden kaum in der Nähe sein. Die teilweise geringen Fahrkosten geben da zu denken. Wahrscheinlich sind entferntere Gewerke aus Hilfsbereitschaft oder Geldgier gekommen. Ich gabe zusätzlich zu bedenken, dass kompetente Handwerker nicht viel Unterhaltungswert besitzen. Die Leute haben mehr Spaß an überheblichen Versagern, dem wird ein Sender sicher Rechnung tragen.
    Übrigens kann ich Peter Brehmer nur Recht geben: Wenn ich auf zwei Ärzten vertraut hätte, könnte ich heute meine Hand nicht mehr bewegen und wäre chronisch herzkrank mit ordentlich Tablettenkonsum. Meine Eltern sind beide an ärztlicher Fehlbehandlung gestorben. aber solche Sachen sind schwerer zu beweisen als ein abgeklemmter Draht.

  4. Peter Brehmer - 05.10.2012, 16:47 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Ein vorsichtiger Einspruch! Ich will diese Problematik nicht beschönigen, weise aber darauf hin, dass alle, und wirklich alle Branchen, in denen Geld verdient wird, mit diesem Problem zu tun haben. Dann fangen wir mal bei den Banken an, gehen über die Versicherungen, landen bei den Politikern, vergessen bitte nicht die Ärzte, ach ja, da gibt es auch noch die Journalisten, auch der Fußball quält sich mit Söldnermentalitäten.

  5. Rainer Braun - 05.10.2012, 14:23 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Ich hatte meinen Fernseher zu einem Fachbetrieb in die Reparatur gebracht. Für die Prüfung sollte ich 40 € zahlen, falls er repariert werden soll wird das Geld verrechnet. Diagnose: Zeilentrafo kaputt. Der Fernseher wurde repariert, Kosten 160 €. Cirka ein halbes Jahr später: Wieder den Fernseher zum gleichen Fachmann gebracht, Diagnose: Zeilentrafo kaputt! Wieder 160 € an Kosten. er wurde repariert. Als der Fernseher wieder nicht ging, habe ich einen Bekannten gebeten mal hinein zu schauen bevor ich für die Reparatur wieder so viel Geld ausgeben muss. Er hat den Fehler sofort gefunden, es war eine kleine Sicherung in der Nähe des Netzgerätes. Kosten: max. 0,80 €!! Der Zeilentrafo sei noch niemals ausgewechselt worden und er zeigte mir auch woran man das erkennen könnte. Als ich bei dem Fachgeschäft vorsprach und darauf aufmerksam machte, worde ich übelst beschimpft und mußte den Laden verlassen. Diesen "Fachbetrieb" habe ich nie wieder aufgesucht, aber alle vor ihm gewarnt falls ihnen auch mal der Fernseher kaputt geht. Die Masche mit dem "Zeilentrafo" scheint allgemein gut zu funktionieren, habe das auch schon von anderen Leuten gehört.