20.04.2011
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Lebensarbeitszeit

Schuften bis die Knochen knirschen?

Körperliche Arbeit geht an die Substanz. Dennoch müssen 45 Prozent der Unternehmer im Handwerk bis zur Rente weiterbuckeln. 27 Prozent dagegen planen ihren Rückzug von der Baustelle spätestens mit 55 Jahren.

 - Foto: Bilderbox
Foto: Bilderbox

Das Ergebnis der handwerk.com-Umfrage zeigt: Beinahe jeder zweite Befragte sieht keine Alternative zur Schufterei auf der Baustelle bis ins Rentenalter. "Das ist eine schlimme Sache", meint Dachdeckermeister Oliver Dröse in Essel (Niedersachsen). "Mancher schleppt sich einfach nur aufs Dach, weil es nicht anders geht." Nicht jeder habe die Möglichkeit, aus der aktiven Baustellenarbeit auszusteigen, wenn die Zeit dafür reif ist.

Der 49-jährige Chef von zehn Mitarbeitern kann froh sein: Er packt nur noch auf der Baustelle an, wenn es ihm Spaß macht. "Ich wollte schon mit 35 nicht mehr aufs Dach, denn da hatte ich einen Arbeitsunfall." Doch vom Unfall ganz abgesehen: Auf Anhieb fällt dem Handwerker niemand ein, der mit 60 noch so fit ist, dass er den ganzen Tag auf dem Dach mitarbeiten kann.

Betriebsinhaber sollten sich jedoch nicht nur über die Politik ärgern bzw. viel von ihr erwarten, meint Dröse. "Jeder sollte auch über den eigenen Tellerrand schauen und sich fragen: Was mache ich falsch und was kann ich ändern?"

(bw)

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