19.05.2010
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Schockierendes Argument

Warum sollten Kunden einen Handwerker beauftragen und nicht selbst zur Kreissäge greifen? Ein drastisches Argument für den Profi kommt aus der plastischen Handchirurgie.

Vor der "Überschätzung im Umgang mit Heimwerkergeräten" warnen die Chirurgen der Medizinischen Hochschule in Hannover (MHH). Das berichtet das das Internetportal Uni-Protokolle. Zuvor hatten die Mediziner die abgetrennte Hand eines 53-jährigen Mannes aus dem niedersächsischen St. Andreasberg erfolgreich wieder angenäht.

Auch weil er "so rasch aus dem Harz" in die Spezialklinik der MHH geflogen wurde, gehe es dem Patienten sehr gut. Der Mann hatte sich die linke Hand beim Holzsägen mit der Kreissäge abgetrennt. Die Einzelheiten der Rettungsaktion klingen unglaublich. Der Patient hatte sich laut Uni-Protokolle ein Tuch "notdürftig um den Stumpf" gewickelt und einen Nachbarn gebeten, ihn ins Krankenhaus in das 17 Kilometer entfernte Bad Harzburg zu bringen. Unterwegs habe er seinem Helfer gestanden, dass er sich "die gesamte linke Hand abgesägt hatte", berichtet der 53-Jährige.

Erst nachdem der der Verletzte erstversorgt worden war, holte sein Nachbar den "Handschuh mit der Hand". Zwischenzeitlich war der Rettungshubschrauber gelandet, der den Patienten – und seine Hand – in die MHH fliegen konnte.

Die Zahl schwerer Handverletzungen als Folge von Freizeitunfällen beim Heimwerken ist nach MHH-Angaben "stark" angestiegen. "Die Gefahren, die von Heimwerkergeräten ausgehen", dürften nicht unterschätzt werden, warnt Professor Dr. Peter Vogt. Die Maschinen seien oft so leistungsstark wie im Profi-Bereich, doch dafür seien Heimwerker nicht geschult. Laut Vogt ist es besser einen Handwerker zu beauftragen, als "die eigenen Heimwerkerfähigkeiten zu überschätzen".

(sfk)

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