So behalten Sie den Blick fürs Ganze
Schluss mit Reinsteigern
2. Abstand nehmen
Sobald Sie merken, dass Sie sich reinsteigern und sich selbst gegenüber misstrauisch werden, heißt es: den Blick öffnen, die Perspektive wechseln. Stellen Sie sich die Fragen:
- War das schon immer so?
- Was bedeutet das fürs große Ganze?
- Ist es tatsächlich so extrem, so wichtig, wie ich es wahrnehme?
- Muss ich so schnell, in so hoher Qualität an dieses Ziel kommen?
Überprüfen Sie Ihre Gedanken regelmäßig daraufhin. Je früher Sie einseitigen Denkweisen auf die Schliche kommen, desto besser. Dann geraten Sie gar nicht erst in Teufelskreise.
3. Die Pendelübung
Wenn Sie sich bereits intensiv in eine Sache reingesteigert haben, hat das oft eine Ursache, der sie auf den Grund gehen sollten. Und zwar systematisch und lösungsorientiert. Als beste Übung, um ein Problem von mehreren Seiten zu beleuchten, empfiehlt Neun die Pendelübung.
Schritt 1: Stellen Sie sich eine Wanduhr mit Pendel vor
Schritt 2: Nehmen Sie bewusst wahr, worum Ihre Gedanken kreisen
Schritt 3: Formulieren Sie eine Gegenfrage. Zum Beispiel:
- Was wäre, wenn ich dieses Problem nicht hätte?
- Oder: Welche Vorteile habe ich durch diesen Mitarbeiter?
Beantworten Sie Ihre Fragen.
Schritt 4: Pendeln Sie wieder ins andere Extrem. Tun sich neue Details auf? Entwickeln Sie Ihre Fragestellung weiter.
Schritt 5: Pendeln Sie wieder in die andere Richtung.
Das können Sie drei- bis viermal wiederholen, um schließlich zu Lösungswegen zu kommen. Denn zwangsläufig gewinnen Sie so eine differenziertere Sicht auf Ihr Problem. Überlegen Sie sich dann, wie Sie es lösen: Mitarbeiter entlassen, einen Auftrag ablehnen, die Latte niedriger ansetzen. All das sind Ihre Möglichkeiten.
Sie können die Pendelübung einfach im Kopf durchspielen oder je nach Tragweite Ihres Problems auch schriftlich festhalten. Auf dem Weg produziert sie Gelassenheit und schlussendlich Ergebnisse.
