21.08.2012
2 Bewertung(en) Rating
Schriftgröße

Das könnte sonst teuer werden

Unternehmerauge sei wachsam

Falls in diesen Tagen Ihr Telefon klingelt oder das Fax surrt, sollten Sie aufmerksam sein. Denn handwerk.com-Leser beschweren sich in letzter Zeit auffällig oft über zwei Unternehmen – mit einer Gemeinsamkeit.

Keine Antwort:
Unsere Presseanfragen blieben unkommentiert.
Keine Antwort: - 
Foto: Siefken

Und die lautet: Beide beantworten unsere Presseanfragen nicht.

Anbieter 1: Die Gewerbeauskunft-Zentrale ist eine alte Bekannte der handwerk.com-Berichterstattung, zuletzt haben wir uns im Mai 2010 mit dem Branchenverzeichnis befasst. Die Betriebe, die dort unterschreiben und sich anschließend bei uns beschweren, haben ihre Unterschrift sozusagen versehentlich geleistet.

Der Ablauf: Das Fax spuckt ein Formular aus, das – auch das beschreiben Betriebe unisono – den Eindruck erweckt, es bestehe bereits eine Geschäftsverbindung. Der Firmenname und die Adresse wird von der Gewerbeauskunft-Zentrale vorab eingetragen und mit dem Hinweis versehen: "Ergänzen oder korrigieren Sie bitte bei Annahme fehlende oder fehlerhafte Daten."

Immerhin (mit einem Augenzwinkern): Die "Rückantwort" per Fax ist bis zu einem bestimmten Datum gebührenfrei. Für die Unterschrift gilt das nicht, der Basiseintrag kostet jährlich 569,06 Euro inklusive Umsatzsteuer (was übrigens exakt dem Preis vor zwei Jahren entspricht).

Ein Vorwurf aus Sicht der Betriebe: Der Basiseintrag ist völlig überteuert und steht in keinem Verhältnis zur Leistung von Gewerbe-Auskunftzentrale.de. Das Branchenverzeichnis ist ein Dienst der GWE-Wirtschaftsinformations GmbH in Düsseldorf. Die Verantwortlichen lassen die Vorwürfe trotz unserer Presseanfrage unkommentiert.

Neuer Auftragsvermittler vor der Haustür der handwerk.com-Redaktion – lesen Sie Seite 2.

 - 
Foto: Siefken

 
1 | 2
Ist dieser Artikel für Sie hilfreich?

1 Kommentar zu "Unternehmerauge sei wachsam "

  1. V. Hofmann-Schneider - 22.08.2012, 11:01 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Diese Firma versucht nicht nur mit der Gestaltung Ihrer Unterlagen den Eindruck einer öffentlichen Einrichtung zu erwecken und versteckt wichtige Details im Kleinstgedruckten: Grundsätzlich stecken auch gravierende Fehler in den für den "kostenlosen" Eintrag angegebenen Firmendaten - z.B. falsche Bezeichnung oder Branche, um zu einem Rückfax zu verleiten. Ein übles Spiel.