Hörgeräteversorgung
Profitgier ohne Pardon
Kein Einzelfall
Nach Einschätzung von Experten ist der neue verkürzte Versorgungsweg gang und gäbe. Allein in Bremen seien 20 von 27 HNO-Ärzten diesen Weg gegangen. In einer Anzeige in einem regionalen Anzeigenblatt, das die Redaktion eingesehen hat, wirbt gar der Vorsitzende des Deutschen Berufsverbandes der HNO-Ärzte Dirk Heinrich dafür. Dass viele HNO-Ärzte den verkürzten Versorgungsweg ihren Patienten unter Vorspiegelung falscher Tatsachen nahelegen würden, weist er auf Nachfrage von handwerk.com von sich:
Sein Verband habe "immer wieder angeregt, neue Versorgungsformen in der Hörgeräteversorgung zuzulassen". Jedoch habe er "sich von rechtlich unzulässigen Vorgehensweisen stets distanziert." Dass es zu Verstößen gekommen sein mag, schließt Heinrich dennoch nicht aus: "Ob und in welcher Weise in Einzelfällen HNO-Ärzte gegen gesetzliche oder berufsrechtliche Regelungen im Zusammenhang mit der Hörgeräteversorgung verstoßen, kann vom Berufsverband nicht beurteilt werden.“
Es gibt noch eine weitere Methode des Mitverdienens. Welche, lesen Sie auf der nächsten Seite .
