19.08.2010
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Hörgeräteversorgung

Profitgier ohne Pardon

Beteiligungen an Hörgeräteakustikergeschäften

Der Direktvertrieb von Hörgeräten scheint nicht die einzige Masche der HNO-Ärzte zu sein. Weil Musterprozesse gezeigt haben, dass sich Mediziner nicht selbst an Akustikergeschäften beteiligen dürfen, geben manche ihre Beteiligungen an Treuhänder ab – und profitieren trotzdem. Ein beispielhafter Handelsregisterauszug liegt handwerk.com vor. Nach Expertenangaben gibt es derzeit deutschlandweit rund 150 Fälle dieser Art.

Beide Phänomene – der neue verkürzte Versorgungsweg ebenso wie die indirekten Beteiligungen an Akustikergeschäften – schaden den Gesundheitshandwerkern. "Das merkt man massiv", bekräftigt Unternehmer Isermann. Doch was tun? "Die Ärztekammern müssen dafür sorgen, dass die Berufsordnung für Ärzte eingehalten wird, die Staatsanwaltschaften sollten in diesen Fällen Handlungsbedarf erkennen und die Patienten juristisch gegen die Ärzte vorgehen, also zum Beispiel den Vertrag anfechten", fordert Michels.

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