Planen wie ein Leistungssportler
Jeder dritte Chef fühlt sich in seiner Rolle pudelwohl. Das zeigt die aktuelle handwerk.com-Umfrage. Und der Rest?
Jeder dritte Chef fühlt sich in seiner Rolle pudelwohl. Das zeigt die aktuelle handwerk.com-Umfrage. Und der Rest?
Der Chef im Arbeitsalltag: Erfüllt Sie Ihr Beruf?, das war unsere Frage. Mehr als die Hälfte der Unternehmer antwortet: Zeitweise, auch wenn ich oft Standards abarbeiten muss. Glücklich mit ihrem Beruf sind 37 Prozent: Aber ja, ich bin der richtige Typ an der richtigen Stelle. Absolut nicht, ich fühle mich hoffnungslos unterfordert, klagen dagegen die verbleibenden sieben Prozent.
Gerade Selbstständige haben meist einen Beruf nach ihrem Talent ergriffen, weiß Dirk Schmidt. Der Düsseldorfer Experte für Unternehmenserfolg hält es deshalb für eine seltene Ausnahme, wenn ein Unternehmer sich grundsätzlich unterfordert fühlt. Möglicherweise hat er den falschen Beruf, sagt Schmidt.
Grundsätzlich sei Unterforderung vom Gefühl her genauso schlimm wie Überforderung. Da gelte es gegenzusteuern. Setzen Sie sich strategische Ziele und verwenden Sie Ihre Energie darauf, sie zu erreichen, rät Schmidt. Wer in Urlaub fahre, mache sich meist einen schriftlichen Plan dafür. Und Leistungssportler wüssten ganz genau, an welchen Wettkämpfen sie in vier Jahren teilnehmen wollen: Dafür trainieren sie und auf diese Weise fordern sie sich.
Für ein Unternehmensjahr dagegen laufe die Planung in der Regel im Kopf, kritisiert Schmidt. In Unternehmerbefragungen stelle er das immer wieder fest. Entsprechend empfiehlt der Motivationstrainer: Erstellen Sie sich eine schriftliche Handlungsliste.
(bw)
