22.10.2012
3 Bewertung(en) Rating
Schriftgröße

Harte Nummer

Papa als Chef? Wirklich?

Der Senior: dominantes Auftreten, hat über Jahrzehnte Entscheidungen alleine gefällt, kennt sich in seinem Gewerk aus wie kein anderer. Toller Typ. Aber es gibt Fragen, die ihm der Sohn oder die Tochter vor der Betriebsübernahme stellen sollten.

Hinterher ist man schlauer
Die Malermeister in Heike Schauz ist förmlich aus dem Betrieb ihres Vaters geflüchtet.
Hinterher ist man schlauer - 
Foto: BOD.de

Es war ein Abenteuer auf Zeit. Heike Schauz ist 1987 in den Betrieb ihres Vaters eingestiegen – eine Fehlentscheidung. In ihrem Buch "Kommt der Chef auch noch?" beschreibt die Malermeisterin, woran die Übernahme letztlich gescheitert ist: Ihr Vater ist ein Choleriker, er hat Alkoholprobleme. Der Mann ist ein toller Handwerker, aber kein Geschäftsmann. Die Firma steht nicht sonderlich gut da. Nach kurzer Zeit flüchtet Schauz förmlich in die eigene Selbstständigkeit. Mit eigenen Mitarbeitern. Und eigenen Entscheidungen.

Nächste Seite: Heute weiß Schauz genau, welche Fragen Nachfolger dem Senior stellen müssen.

 
1 | 2 | 3
Ist dieser Artikel für Sie hilfreich?

1 Kommentar zu "Papa als Chef? Wirklich? "

  1. Peter Volkhoven - 24.10.2012, 11:16 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Papa als Chef? Heute gibt es unsere Firma nicht mehr. Die Kunden kamen herein, gingen an mir vorbei und fragten nach meinem Vater. Die Angestellten duckten sich scheu und wussten nicht, wer die Entscheidungen trifft. Und dabei hatte sich der Senior-Chef ganz aus dem Geschäft zurückgezogen. Ganz? Ganz geht wohl nie.
    Bei allem Verständnis. Er hat die Firma aufgebaut. Ihm verdankt die Firma den ganzen Erfolg. Aber jetzt wollen sich die Erben beweisen. Ja. Heute gibt es diese erfolgreiche Firma nicht mehr. Ich habe an einem neuen Standort einen Neuanfang gewagt. Und habe so manchen Sohn der ehemaligen Altkunden als Neukunden. Und auch ich bin erfolgreich. Und mein Vater? Der ist nach Jahren des Grummeln wieder stolz auf mich.