16.09.2010
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Schattenwirtschaft im Handwerk

Ohne Rechnung? Schwarzarbeit!

Handwerk.com-Leser Edmund Behrmann wird oft gefragt, ob ein Auftrag nicht auch ohne Rechnung geht. Das ärgert den Tischlermeister. Auch im Friseurhandwerk sind offenbar schwarze Schafe am Werk, berichtet ein niedersächsischer Unternehmer.

 - Foto: Bilderbox
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"Geht das auch ohne Rechnung?", wird Behrmann oft gefragt. Er mache es nicht, wisse aber von vielen Kollegen, dass sie auch Aufträge ohne Beleg abwickeln. "In meinen Augen ist das Schwarzarbeit. Die gleichen Kollegen beschweren sich aber, wenn sich ein Arbeitnehmer etwas nebenher verdient", schreibt der Tischler.

Handwerk.com-User Jans-Ernst Wagner schreibt: "Wie kann es sein, dass sich täglich neue Friseure selbständig machen mit staatlicher Förderung und ohne jegliche Verpflichtung, jemals Steuern und Abgaben zu zahlen?“ In der Friseurbranche sei Schwarzarbeit seiner Meinung nach ebenfalls weit verbreitet.

Die ganzen Leserbriefe und andere Stimmen zum Thema können Sie hier lesen .

(ja)

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1 Kommentar zu "Ohne Rechnung? Schwarzarbeit!"

  1. handwerksmeister - 11.06.2011, 12:10 Uhr (Kommentar melden)

    Jeder Handwerker wurde sicherlich schon gefragt, ob es auch ohne Rechnung geht (also im Klartext "schwarz"). Auch wir wurden schon mehrfach darauf angesprochen. In unserem Betrieb gilt eine klare Richtlinie: Die Antwort lautet: "Nein!". Und dies aus gutem Grund: Wir machen uns nicht erpressbar. Wie kommen wir an unser Geld, wenn es Ärger gibt oder die Restzahlung ausbleibt? Was haben wir davon, dass der Auftraggeber die Mehrwertsteuer sparen will? Welche Absicherung gibt es überhaupt bei Schwarzarbeit? Weshalb sollen wir uns strafbar machen? Unlängst haben wir an zwei verschiedenen Baustellen zwei "Kollegen" angetroffen, die ihre Arbeit um 16.00 begonnen haben, als wir Feierabend hatten und fragten uns natürlich, was haben die denn vorher gemacht? Da dies jedoch nicht unser Problem ist, kümmern wir uns auch nicht weiter darum. Wo kein Kläger, da kein Richter und Schwarzarbeit wird täglich praktiziert und höchstens durch Zufall aufgedeckt.