21.02.2012
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Massenwahn

Nummer 5 lebt – noch

Ein Student, ein Bauer, ein Handwerker. Dieses Trio arbeitet daran, dass Verbrauchern die Billigwurst im Hals stecken bleibt.

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Foto: Siefken

Was für eine Sau. Sie wiegt 130 Kilogramm. Sie sieht freundlich in die Kamera. Sie wird bald sterben. Wer im Online-Shop MeinekleineFarm.org Wurst kauft, muss vorher das Tier betrachten, aus dessen Fleisch die Wurst produziert wird. Die Bilder zeigen Schweine, die ein schweinemäßiges Leben leben, auf einem Freilandacker, artgerecht im Schlamm. Und der Kunde erfährt Details tierischer Biografien: Nummer 5 verbringt ihre (letzten) Tage beispielsweise im Strohgatter, denn draußen ist es frostkalt, da hat es auch eine Sau gerne warm. Wie niedlich. Auf der Liste der Produkte, die Nummer 5 liefern soll, wird es langsam eng. 10 Gläser Rotwurst haben noch keine Abnehmer gefunden, auch das eine oder andere Glas Sülze ("ehrlich, lecker, arm an Glibber") ist noch zu haben. Wahrscheinlich wird Nummer 5 ihren ersten Geburtstag knapp verpassen.

Die Idee ist seltsam, irritierend und naheliegend – lesen Sie Seite 2

 
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1 Kommentar zu "Nummer 5 lebt – noch"

  1. H. G. Everz - 22.02.2012, 11:31 Uhr (Kommentar melden)

    Wer das Schweinchen namens "Babe" frisst, der frisst auch kleine Kinder! Mit Verlaub. Gerne diskutiere ich über Ökofleisch. Ich diskutiere auch gerne darüber, ob der Fleischkonsum bei uns zu hoch ist. Darf man das Schweinchen "Babe" sonntags besuchen und ein paar Möhrchen und Kartöffelchen vorbeibringen? Wer seine zukünftige Leberwurst persönlich kennen möchte, sollte sich doch einmal bei einem Psychologen melden. Bei solchen Leuten vermute ich doch eher einen versteckten Hang zum Kannibalismus, der hier ausprobiert wird.