27.08.2012
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Nissan Navara

Der Pick-up mit Oberklasse-Ausstattung

Tempomat mit Mehrwert

 - Aufgeräumt: Das Cockpit des Japaners weiß zu gefallen. Im Lenkrad ist die Bedienung für Radio, Telefon und Tempomat integriert.
Aufgeräumt: Das Cockpit des Japaners weiß zu gefallen. Im Lenkrad ist die Bedienung für Radio, Telefon und Tempomat integriert.
Foto: Hamacher

Klasse ist der Tempomat. Der ermöglicht nämlich nicht nur entspanntes Dahingleiten im sechsten Gang bei einer vorgewählten Geschwindigkeit. Vielmehr kann man den Helfer auch dazu nutzen, um den beachtlichen Vorwärtsdrang des Riesen bei einer vorgewählten Geschwindigkeit ganz sanft einzubremsen. Stadtverkehr und Flitzerblitzer sind für den Navara auf Knopfdruck also kein Thema mehr.

Was ebenfalls verblüfft: der komfortable Einparkhelfer. Legt man bei dem Geländegänger den Rückwärtsgang ein, erscheint auf dem großen Display in der Mitte des Armaturenbretts das Bild der Rückfahrkamera. Gestrichelte Linien zeigen – je nach Lenkeinschlag – an, wo der Riese sich hinbewegt. Damit verlieren auch enge Tordurchfahrten und vor allem Parkplätze ihre Schrecken.

Was sonst gefällt, ist die angenehme Sitzhöhe im Navara. Die ist zwar nicht ganz so beachtlich wie bei anderen Pick-ups, reicht aber dennoch locker aus, um im Stadtverkehr die Übersicht zu waren und auf dem Weg zum Kunden im noch unbefestigten Baugebiet nicht aufzusetzen.

 - Unwegsames Gelände? Das gibt es für den Nissan eigentlich nicht.
Unwegsames Gelände? Das gibt es für den Nissan eigentlich nicht.
Foto: Hamacher

Überhaupt macht der große Fernostler auch abseits der Straße eine gute Figur. Loser Sand auf einer Großbaustelle? Kein Problem. Allrad-Antrieb aktivieren – normal sorgen nur die Hinterräder für Vortrieb – Kupplung langsam kommen lassen und genüsslich wird auch weiches Gelände durchpflügt. Und wenn der Allrad allein nicht reicht, stellt der Japaner auch noch eine Geländeuntersetzung bereit. Außerdem lässt sich auf Knopfdruck das hintere Differenzial sperren. So untersetzt, begrenzt bald nur noch der eigene Mut den Vorwärtsdrang des Geländegängers.

Gewöhnungsbedürftig und alles andere als Oberklassen-like ist die herzlich direkte Federung. Straßenbahnschienen, die die Fahrbahn queren? Aua. Das merkt man bis ins Kreuz. Bei näherer Betrachtung des Fahrwerks ist das auch kein Wunder. Denn die Hinterachse ruht auf soliden Blattfedern. Und da die bis zu 1000 kg Nutzlast locker schultern, wird es ruppig, wenn der Geländeriese leer oder nur mit leichtem Gepäck unterwegs ist.

Die fünf Sack Zement, die ich mit meiner Tochter aus dem Baumarkt geholt habe, fielen jedenfalls weder optisch noch im Fahrverhalten auf. Erkenntnis: 200 Kilo mehr oder weniger fallen im Nissan Navara wahrlich nicht sonderlich ins Gewicht.

Alles super? Die Schattenseiten der Größe auf der letzten Seite.

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