Nissan Navara
Der Pick-up mit Oberklasse-Ausstattung
Spritsparen versus Nutzlast
Was dagegen sehr wohl ins Gewicht fällt, ist der Verbrauch. Denn der pendelt munter um die Zehn-Liter-Marke. Und das bei wirklich zurückhaltender Fahrweise. Geht das für den Stadtverkehr angesichts der schieren Größe des Navara noch in Ordnung, ist der Wert für die Landstraße im Vergleich zu anderen Fahrzeugen dieses Kalibers schon ziemlich happig. Viel weniger Verbrauch ist nicht drin, bestätigte mir inzwischen mein Kollege, der das Fahrzeug eigentlich testet.
Zeit für ein Fazit: Der Nissan Navara macht was her. In der getesteten Version mit der 190 PS starken, 2,5 Liter-Maschine mit edler Ausstattung fühlt man sich an Bord wie in einer Sänfte. Zugegeben: Träger der Selbigen könnten bei Unebenheiten sanfter zu Werke gehen. Aber wir reden hier eben doch nicht über eine Oberklasse-Limousine, sondern über ein Nutzfahrzeug mit Lkw-Zulassung. Das Design des Japaners ist gefällig, wenn man das für ein Auto diese Größe so überhaupt sagen kann. Einen etwas merkwürdigen Eindruck hinterlässt das "Gebälk" auf dem Dach. Das ist fest verbaut, sorgt für einen schlechteren Cw-Wert und lässt sich auch bei Nichtgebrauch leider nicht entfernen.
Meiner Tochter ist der "Jeep", wie sie den Nissan nennt, übers Wochenende ans Herz gewachsen. Der Abschied am Montagmorgen vor dem Kindergarten war lang und für sie nicht leicht. Und auch ich müsste lügen, wenn ich meine Begeisterung für das Lasttier verschweigen würde. Einzig der Verbrauch hinterlässt bei mir einen etwas zwiespältigen Eindruck. Von dem abgesehen, stellen die Japaner mit dem Navara für rund 40.000 Euro einen ziemlich gelungenen Pick-up mit guten Manieren auf die Räder. Nützliche Details, wie ein variables Spannsystem auf der Ladefläche und die exzellente Ausstattung, lassen einen sehr guten Eindruck zurück.
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