16.08.2012
1 Bewertung(en) Rating
Schriftgröße

6 Tipps: So bilden Sie funktionierende Teams

Nicht jeder Einzelkämpfer gehört ins Team!

Auf die richtige Wahl kommt es an

Karsten Noack, Coach und Berater aus Berlin rät:
Prüfen Sie, ob sich der Aufwand lohnt, Einzelkämpfer in Teams zu integrieren.
Karsten Noack, Coach und Berater aus Berlin rät: - 
Privat

2. Auf Warnsignale achten!
Bestimmte Signale können Ihnen bei der Entscheidung für oder gegen die Eingliederung von Personen in ein Team helfen. Nicht jeder ist geeignet, ausschließlich im Team zu arbeiten. Besonders dann nicht, wenn einer oder mehrere Punkte auf den Menschen zutreffen:

Der Mitarbeiter will Karriere machen
Das ist im Team immer schwerer. Wer ein Zeichen in Richtung Chef setzen will, geht womöglich im Team unter und kann sich nicht mehr selbst repräsentieren. Und: Wer dann in ein Team gezwängt wird, für den bedeutet das unter Umständen das "Ende" der Karriere – zumindest in Ihrem Betrieb.

Außerdem kann bei dem betroffenen Mitarbeiter im Team die Motivation "mehr" zu machen, drastisch sinken. Denn der Ansporn ist dann weg und der Gedanke überwiegt, im Team "unterzugehen".

Für diese Art Einzelkämpfer ist es annehmbar, Erfahrungen im Team zu sammeln, wenn sie vorher wissen, dass es für eine absehbare Zeit ist. Denn diese Erfahrungen können auch zu einer Leistungssteigerung des Einzelnen beitragen. Jedoch wäre es nicht vorstellbar, auf unbestimmte Zeit in einem Team zu funktionieren.

Der Mitarbeiter hat bestimmte Persönlichkeitstendenzen
Wenn jemand immer schnell nach vorne prescht und wenig Empathie hat, ist er weniger geeignet für ein Team. Mangelt es einer Person an sozialen Kompetenzen, sollten Sie auch genau überlegen, ob Sie ihn oder sie für ein Teil des Teams einplanen.

Liegen diese Eigenschaften vor, ist es oft schwer für diese Mitarbeiter, einfach nur ein Baustein des Teams zu sein. Es kann vorkommen, dass sie stattdessen bestehende Teamstrukturen zerstören und andere Personen verdrängen, die besser in die Mannschaft gepasst haben.

Zu den Faktoren zählen in vielen Betrieben auch das Alter und die Betriebszugehörigkeit. Damit sollten Sie besonders sensibel umgehen, um niemanden zu verletzen. Schauen Sie genau auf die Fähigkeiten des Mitarbeiters, wie er sich im Betrieb einbringen kann.

3. Wählen Sie sorgfältig aus!
Eine andere Hilfestellung bei der Integration von Einzelkämpfern: Schauen Sie, wer sich im Team gut ergänzt – fachlich und persönlich. Erstellen Sie dazu Profile für alle Mitarbeiter, in die Sie Stärken, Schwächen, Eigenschaften und Anmerkungen eintragen, die Ihnen helfen, ein Gesamtbild der Person zu erhalten.

Viele Handwerker haben die Profile ihrer Leute im Kopf, aber manchmal ist es hilfreich, alle Informationen in einer Akte zu sammeln. Dann fällt auch der Vergleich leichter, wenn Sie sich nicht sicher sind, wer besser in welche Gruppe passt.

Die sorgfältige Auswahl der Mitarbeiter ist auch ratsam, wenn Sie ganz neue Leute einstellen und nach Fachkräften suchen. Auch da zählen fachliches Können und persönliche Eigenschaften. Wenn Sie genau wissen, wie Ihr bestehender Mitarbeiterstamm tickt, fällt es Ihnen leichter, nach Personen zu suchen, die zu den anderen passen.

Nächste Seite: Investition in Ihre Mitarbeiter zahlt sich aus!

Ist dieser Artikel für Sie hilfreich?