"Firma Großaufträge zugeschustert"
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Lena Strothmann: Eckpapier enthält Widersprüche
Dass die vollständige Veröffentlichung der Honorare von Nebentätigkeiten "für eine Vergrößerung der Transparenz keinerlei Mehrwehrt" hat, meint Lena Strothmann. Viel entscheidender als die Frage, wie viel Geld jemand bekommt, sei nämlich, wo das Geld eigentlich herkommt.
Eine Veröffentlichung auf Euro und Cent berge für Selbstständige, Berater und Rechtsanwälte erhebliche Risiken: "Schließlich will nicht jeder Kunde oder Mandant, dass die ganze Welt sehen kann, was er für bestimmte Aufträge zahlt." Die Forderung der SPD, dass jedes Honorar bis auf die Kommastelle genau offengelegt werden soll und gleichzeitig die Interessen Dritter zu schützen seien, ist aus Strothmann Sicht ein "Widerspruch in sich".
Einer Verschärfung der Stufenregelung steht Strothmann offen gegenüber: "Eine vollständige Offenlegung der Nebeneinkünfte lehne ich […] jedoch ab."
(sfk)
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wieder ein gelungener Beitrag... Ja, die Transparenz hat auch ihre Nachteile und wir hätten auch Kunden, die ihr Bauprojekt nicht öffentlich lesen möchten. Aus meiner Sicht bedeutet Transparenz jedoch nicht unbedingt, dass jeder auf alle Informationen Zugriff hat, sondern es könnte durchaus ausreichend sein, hierfür ein geeignetes Kontrollgremium zu haben. Auf Tagungen habe ich mich früher immer gewundert, warum der Veranstteilweise die Zeit der Telnehmer mit substanzarmen Statements von Staatssektetären u.ä. verschwendet hat. Ich habe es erst begriffen als ich gelernt habe, in welcher Größenordnung dafür Honorare üblich sind. Das schafft natürlich eine Basis für eine Zusammenarbeit hinsichtlich Fördermitteln, Aufträge für Studien etc. In die Transparenz müßte dann auch nicht nur ein Entscheidungsträger (auch Angestellte in Behörden) sondern auch dessen Umfeld einbezogen werden. Sonst nehmen Gelder eventuell den Weg über den Partner - aber Hintertürchen lassen sich wohl immer finden, aber so leicht wie bisher sollte es nicht bleiben.