"Firma Großaufträge zugeschustert"
Schneidermeisterin stichelt gegen Steinbrück
Wir haben die Handwerksmeister im Bundestag gefragt, wie sie zur "Offenlegung der Honorare von Abgeordneten" stehen. Schneidermeisterin Lena Strothmann nutzt die Gelegenheit für eine scharfe Attacke gegen den SPD-Kanzlerkandidaten.
Zugegeben, die Anfrage war (ein bisschen) gemein. Denn der aktuelle Vorschlag zur Offenlegung der Honorare stammt von der SPD. Und die 9 Handwerksmeister im Parlament gehören allesamt der Regierungskoalition an. 3 sind in der FDP, 2 in der CSU, 4 in der CDU. Der Diskussion gestellt haben sich 4 der 9.
Dass sich das politische Deutschland im Wahlkampf befindet, wurde deutlich, als wir uns durch die Vorzimmer der Abgeordneten gewühlt haben. Der Sprecher einer der Meister-Parlamentarier, die unsere Anfrage nicht beantworten, hat die Diskussion als „hanebüchen“ abgekanzelt. Es sei merkwürdig, dass rot-grün gerade dann mit einem Eckpapier um die Ecke kommt, wenn „der SPD-Kanzlerkandidat selbst wegen seiner Vortragshonorare im Regen steht“.
Die CDU-Bundestagsabgeordnete und Schneidermeisterin Lena Strothmann formuliert diese Sicht der Dinge härter. Das Brisante an der "Causa Steinbrück" sei nicht, wie viel ihm für seine Vorträge gezahlt wurde, sondern "dass womöglich ein Zusammenhang zwischen ihm vergüteten Leistungen und seiner früheren Tätigkeit als Bundesfinanzminister besteht".
Und Lena Strothmann sticht noch fester zu – lesen Sie Seite 2
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wieder ein gelungener Beitrag... Ja, die Transparenz hat auch ihre Nachteile und wir hätten auch Kunden, die ihr Bauprojekt nicht öffentlich lesen möchten. Aus meiner Sicht bedeutet Transparenz jedoch nicht unbedingt, dass jeder auf alle Informationen Zugriff hat, sondern es könnte durchaus ausreichend sein, hierfür ein geeignetes Kontrollgremium zu haben. Auf Tagungen habe ich mich früher immer gewundert, warum der Veranstteilweise die Zeit der Telnehmer mit substanzarmen Statements von Staatssektetären u.ä. verschwendet hat. Ich habe es erst begriffen als ich gelernt habe, in welcher Größenordnung dafür Honorare üblich sind. Das schafft natürlich eine Basis für eine Zusammenarbeit hinsichtlich Fördermitteln, Aufträge für Studien etc. In die Transparenz müßte dann auch nicht nur ein Entscheidungsträger (auch Angestellte in Behörden) sondern auch dessen Umfeld einbezogen werden. Sonst nehmen Gelder eventuell den Weg über den Partner - aber Hintertürchen lassen sich wohl immer finden, aber so leicht wie bisher sollte es nicht bleiben.