13.09.2012
1 Bewertung(en) Rating
Schriftgröße

Betriebsübernahme im Handwerk

Nachfolge? Auf keinen Fall!

Positiv: Zusammenhalt und handwerkliches Geschick

Trotzdem hat eine Handwerkerfamilie ja auch ihr Gutes. Was ist Ihnen am Familien- und Betriebsleben in guter Erinnerung geblieben? Der Zusammenhalt – in einem kleinen Familienbetrieb stehen sich alle viel näher als irgendwo anders. Der Chef arbeitet oft auch noch mal selber mit, trinkt was zusammen mit den Angestellten bei Geburtstagen oder Ähnlichem und das Berufsklima ist sehr freundlich.

Was konnten Sie durch Ihren handwerklichen Bezug, das andere Kinder in Ihrem Alter nicht konnten? Das hat sich schon im Werkunterricht bezahlt gemacht. Ich wusste, wie ich mit Werkzeugen und Maschinen umzugehen hatte oder wie man besser mit bestimmten Materialien hantiert. Die Jungs waren überfordert damit, dass ein Mädchen genauso gut oder sogar besser hämmern, sägen, feilen und bohren konnte wie sie. Das hat ihren Stolz verletzt.

Zu welchem Zeitpunkt war Ihnen klar, dass Sie den elterliche SHK-Betrieb nicht weiterführen wollen? Eigentlich schon immer. Als ich klein war, war es nie ein Traumberuf von mir, und als ich älter wurde, wurden mir die Risiken bewusst, also stand es nie wirklich zur Debatte. Es gab keinen Auslöser oder einen konkreten Moment, wo mir das bewusst wurde – es war einfach eine Feststellung die ich im Laufe der Jahre gemacht habe.

Was hätten Ihre Eltern denn anders machen müssen, um Sie doch noch umzustimmen? Gar nichts. Es kommt einfach nicht infrage.

Nächste Seite: Das rät Scholz Unternehmern – so können Sie Ihre Kinder vielleicht überzeugen.

Ist dieser Artikel für Sie hilfreich?