22.09.2011
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Neue Regeln bei MyHammer

MyHammer macht dicht - für Nicht-Handwerker

Alles streng nach Handwerksordnung: Beim Auftragsportal MyHammer können künftig nur noch eingetragene Handwerker Handwerksaufträge gewinnen. Lesen Sie, welche Regeln dabei gelten - und wo trotzdem kleine Schlupflöcher für Schwarzarbeiter bleiben.

MyHammer scheint ernst zu machen: Schwarzarbeiter sollen im Auftragsportal keine Chancen mehr haben. Handwerksaufträge gewinnen können nach Angaben des Portals künftig nur noch

  • Inhaber einer Handwerkerkarte (zulassungspflichtige Gewerke)
  • oder einer Gewerbekarte der Handwerkskammer (zulassungsfreie und handwerksähnliche Gewerke)

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Foto: bilderbox.de

Ansage von MyHammer: "Wollen Handwerker auch weiterhin an MyHammer-Ausschreibungen für Handwerksaufträge teilnehmen, müssen sie einen dieser Nachweise bei MyHammer vorlegen."

Für MH-Vorstand Markus Berger-de León dient das dem "Schutz aller qualifizierten und zugelassenen Handwerker". Gleichzeitig erhöhe das Portal so die Sicherheit der Auftraggeber.

So soll es funktionieren:
Die Teilnahme an Ausschreibungen wird technisch reguliert:

  • Betriebe nach Anlage A der Handwerksordnung (= zulassungspflichtige Gewerke) werden technisch von keinem Auftrag ausgeschlossen.
  • Betriebe nach den Anlagen B1 und B2 (= zulassungsfreie und handwerksähnliche Gewerke) werden technisch von zulassungspflichtigen Aufträgen ausgeschlossen.
  • Alle Nicht-Handwerker sind von allen Aufträgen nach den Anlagen A, B1 und B2 ausgeschlossen.

Dann wäre also Schluss mit Hausmeisterdiensten und Umzugsfirmen, die sich für Elektroinstallationen und Malerarbeiten bewerben.

Aber ein Malermeister könnte sich weiterhin für Elektroarbeiten bewerben. Warum eigentlich? Und wo ist da der versprochene faire Wettbewerb?

Die MyHammer- Antworten auf diese Fragen lesen Sie auf der nächsten Seite!

 
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19 Kommentare zu "MyHammer macht dicht - für Nicht-Handwerker "

  1. Lustig - 23.06.2012, 06:58 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Haaaalllloooo, habe heute mal nach längerer Zeit wieder ins wallstreet-online gesehen... na das war wohl eine Erleichterung: da stehen schon Dinge drin wie: my-Hammer und Insolvenz! und das in einer Zeile...
    ich glaube der Anfangskommentar des Verfassers sollte leicht modifiziert werden, ergo soll lauten: my-Hammer macht dicht, für alle!!! Huurraaa
    War´s ein Wunder? Oder doch nur die Unfähigkeit, mit seiner klientel umzugehen, denen, die eigentlich doch als erste in deisem Unternehmen stehen sollten: dem Handwerker!!!
    Ja, wir stehen ja auch im Fokus von my-Hammer, aber nur als Melkkuh der Nation!!!
    Selbst die minderbemittelten Handwerker, soll es ja auch noch geben, haben verstanden, hier ist außer Abzocke nichts mehr zu holen... Recht so

  2. lesermeinung2 - 06.05.2012, 19:26 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Ja, ich denke auch, das blauarbeit und jedes andere seriöse Unternehmen immer noch deutlich besser ist, als dieses my-schämer. Nur weil etwas Zeit ins Ländle ging, ist die Struktur die gleiche geblieben. Ehrliche Handwerker mit undurchsichtigen Optionen abzocken: wir erinnern uns, erst kostenfrei, dann 5 Euro, dann 20 Euro, dann richtig mit den Partnerpaketen und Bindungszwang für Jahre abzocken. Dann Häkchen selbsttätig setzen, wo vorher noch keins war, weil, jetzt ist der Zahlemann und Söhne für mindestens ein Jahr. Das ist noch lang nicht alles, jetzt gehts erst richtig los. Dann die rechtliche Lücke mit der Selbstständigkeit ausnutzen, da selbstständig, daher keine Möglichkeit, vorzeitig aus diesem Vertrag auszutreten. Dann massenweise Fake-Aufträge einstellen, nur weils so Spass macht. Sich selbst als das größte beste feinste und seröseste Handwerksportal hinstellen. Dann wie mein Vorredner auf der Gehaltsliste stehen, und überall toll von diesem ...reden. wenn ich lese, jeden Tag ca. 700 Aufträge neu, spätestens dann wird man dioch mitbekommen, was hier wahr ist! Dann die Handwerker anrufen, ködern, und schwups, ist man wieder drin, weil es doch vorher anders gesagt worden ist. Wieder ein Jahr bezahlen...wenn ich lese, jeden Tag ca. 700 Aufträge neu, spätestens dann wird man dioch mitbekommen, was hier wahr ist!

  3. lesermeinung - 03.05.2012, 20:30 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Einige sind sicherlich bei Blauarbeit.de oder Schwarzarbeit.com besser aufgehoben, da stimme ich zu. Aus manchen Kommentaren spricht der blanke Frust und Ärger über Qualifikationen, die einem selbst offenbar fehlen, abzuladen bei MyHammer, weil dort jetzt mehr Qualität und Transparenz gefordert wird. Bei allem Respekt vermisse ich jedoch die Frage, ob nicht der Auftraggeber von Firmen hinters Licht geführt wird, bei denen die Qualifikation zwar fehlt, die Ausführung aber sehr wohl angeboten wird. Die verhassten Meisterbetriebe werden um die Aufträge geprellt und wer am lautesten jammert, hat dies wohl auch schon ausgiebig praktiziert. Dabei ist doch genug für alle da. Allein in unserer Kategorie sind täglich an die 700 Ausschreibungen im Umkreis bis 100 km zu finden. Also uns reicht das allemal. Wir haben bei Blauarbeit.de auch schon mal "reingeschnuppert", aber MyHammer gefällt uns persönlich besser und wir machen gute Geschäfte. Jedem das seine.

  4. Ingolf Boer - 19.02.2012, 11:42 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Ich denke man sollte sich mehr auf Blauarbeit.de konzentrieren. Ich war in meiner Sparte der zweite Anbieter bei 200 Km Umkreis um Berlin. Da ich nach 8 Jahren Selbständigkeit und 5 Jahre my- Hammer Mitgliedschaft kein Interesse hatte meinen Umsatz durch den Besuch der Meisterschule zu senken, wurde ich entfernt. Durch diese Fehlentscheidung verlor meine Sparte die letzte Transparenz und die Aufträge gingen zurück. Seit kurzen scheint mein Mitstreiter sich auch verabschiedet zu haben. Also wer einen ausgebildeten Maurer als guten Gerüstbauer sucht findet mich bei Blauarbeit.de. Bei My-hammer gibt es keinen Businespartner für Gerüstbauaufträge im Umkreis von 200 KM um Berlin. Das ist die richtige Qualitätssicherung. Blauarbeit wächst an der guten kleinunternehmern die bei My-hammer nicht gewünscht sind.

  5. Müller - 18.02.2012, 10:18 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Dieser Beitrag wurde gelöscht wegen Verstoß gegen Punkt 4.7 der handwerk.com-Netiquette. http://handwerk.com/netiquette-fuer-user-kommentare-auf-handwerkcom/150/74/30859/ 20.02.12, Redaktion handwerk.com

  6. Ingolf Boer - 29.01.2012, 18:58 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Ich finde diese Entscheidung nicht gut aber auch nicht schlecht. Jedes Unternehmen hat das Recht seine Kunden selbst zu wählen. Die Neue Strategie ist jetzt verärgerte Kunden abzustoßen und mit einer Lüngenkampangne sein Image aufzupeppeln und naive Neugründer zu ködern. Die Grundbasis bleibt natürlich die alten Stammkunden mit Meisterbrief welche wohl noch nicht belogen und betrogen wurden.Was ich besonders frech finde, kurz vorher noch mit Drückerkollonnenmethoden Kunden ein Jahr gebunden und ein Paar Wochen später einfach Alle Leistungen einfrieren weil Sie keinen Meister haben. Da darf man den Vertrag wohl nicht kündigen und der Monatsbeitrag muss solange zurückgebucht werden bis My-Hammer keine Lust mehr hat Leute zu bestehlen. Ist schon traurig das dieses Unternehmen mit Qualität wirbt aber nicht einmal qualifizierte Rechtsanwälte besitzt.Es wäre schön wenn Abschlüsse die Fähigkeiten eines Menschen wiedergeben würden, dann wären unsere studierten Politiker etwas mehr wert. Wäre Berlin so Pleite wenn ein My-Hammer Meister Finanzminister wäre und seine Kalkulationsfähigkeiten zeigen würde. Na ja Spaß bei Seite aber mit Scheuklappen sollte man nicht durchs Leben gehen. Es grüßt ein Fan der Geschäftsform aber ein Feind der Geschäftsführung

  7. Marc Gebhardt - 02.11.2011, 11:49 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Für alle die es noch nicht verstanden haben: Was ist der Meisterbrief??? Die Ausbildung zum Meister beschäftigt sich zu 80% mit den Themen 1. Wie bilde ich einen Lehrling aus. 2. Rechtliche Fragen, welche Gesetze muss ich beachten. 3. Steuerrecht, was will der Fiskus von mir? 4. Kundenbetreuung und Marketing. 5. Auftragskalkulation 6. Gestaltung, Entwurf, Planung Es ist also nicht die Aufgabe eines Meisters besser zu sein als seine Gesellen, sein Aufgabengebiet liegt bei der Leitung des Unternehmens und er trägt die volle Verantwortung. Wer heute einen Betrieb mit Meisterbrief leitet steht wissentlich mit einem Fuß im Knast. Wer einen Betrieb ohne Meisterbrief leitet, steht unwissentlich mit beiden Füßen im Knast. Denn eine Tatsache hört und liest man bei Gerichturteilen immer wieder: Unwissentheit schützt vor Stafe nicht. Und an dieser Tatsache wird sich auch nichts ändern sonst wäre unser gesamtes Rechtssystem in Frage gestellt. Hätten alle die Ausbildung zum Meister die einen Betrieb führen, wüssten Sie wie Kalkulation geht, welche Kosten entstehen und könnten ihren Betrieb das Überleben auf Dauer sichern. Bei der letzten Meisterreform haben das unser Politiker in letzter Minute erkannt, ist der Meisterbrief weg gibt es auch keinen mehr der den Beruf ausbilden kann. Ein Berufsbild ohne Meisterbrief stirbt. Und übrigens sind wir nicht das einzige Land mit Meisterbrief in der EU.

  8. Lustig - 30.10.2011, 07:35 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Läuft super, selbst langjährige Top-Fädenzieher laufen weg, aber weiter am faulenden Mast festhalten!
    Gerrit Müller ging im Juni 2011, .... Zitat: Oliver Beyer wird den Vorstand der MyHammer Holding Ende 2011 verlassen. Er wird seinen Vertrag nicht verlängern. Zitat Ende
    oder ein aktuelles Zitat aus Wallstreet-online: so nach einem ersten Überflug des Berichts folgende kurze persönliche Einschätzung, bei den anderen Kennzahlen sieht es leider nicht so rosig aus wie ich finde, Umsatz und Verlust liegen in meiner persönlich geschätzen Bandbreite,
    die Wertberichtigunsquote liegt leider noch immer bei 28% 6 Monate 29% / 9 Monate 28% hier kommt MyHammer einfach nicht weiter...... das ist absolut nicht zufriedenstellend!
    der Umsatz sinkt nun schon das 3.te Quartal in folge bei fast gleichbleibender Wertberichtigungsquote, MyHammer verliert also netto an Umsatz!
    Q1 4,0 Mio Umsatz Q2 3,7 Mio Umsatz Q3 3,5 Mio Umsatz
    da man auch im 4 Quartal mit einem weiter sinkenden Umsatz rechnen muss bleiben schwarze Zahlen wohl weiterhin ein Wunschtraum für uns,
    aber wie erwähnt ohne ein Konzept des Herrn BDL bringt das nicht viel, der Umsatz muss schleunigst wieder erhöht werden ansonsten wird MyHammer nicht nachhaltig in die Gewinnzone kommen Zitat Ende
    Also Resümee nach einer Wohlverhaltensphase: "Rien ne va plus" ...Nix geht mehr! Da bleibt einem eigentlich nur noch zu sagen: Weiter so !!!

  9. malerschmidt - 16.10.2011, 16:54 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Dass MyHammer "dicht" macht, dürfte für viele MyHammer-Hasser eine Wunschtraum bleiben. Die Frage ist doch, wer diese Prognosen immer aufstellt und warum. Wir können uns über Aufträge, die größtenteils über MyHammer reinkommen, nicht beklagen und sind außerdem nicht betroffen von der Umstellung. Für den Auftraggeber bedeutet das in jedem Fall mehr Sicherheit. Bisher haben Bodenleger, Raumausstatter, Hausmeisterservices und Transportunternehmen meisterpflichtige Maler- und Lackierarbeiten nicht nur illegal angeboten, sondern nachweislich auch ausgeführt. Ärger gab es dann natürlich, wenn der Anspruch des Auftraggebers höher war und für billiges Geld einen Meisterbetrieb erwartet hat. Das kann man alles schön in den Bewertungen nachlesen. Bis das System richtig funktioniert, nutzen die zulassungsfreien Auftragnehmer natürlich jede Chance, durch die Schlupflöcher an Aufträge zu kommen. Die Preisdrücker unter den Auftraggebern, die meistens noch Ärger machen, braucht ebenfalls kein Handwerker. Der Markt wird sich langsam erholen und ein höheres Niveau angestrebt. Der Ruf "Billigplattform" war so nie gedacht, weil es auch seriöse Handwerker diskreditiert. Gute Arbeit - guter Preis! Das wurde von beiden Seiten leider zu oft missverstanden.

  10. Rüstig - 12.10.2011, 07:42 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    my-hammer macht für Dienstleister dicht, wann macht my-Hammer dicht? autsch die letzten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache...

  11. lesermeinung - 06.10.2011, 17:55 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    @Torsten: Der Kommentar ist voll daneben und spiegelt nur den eigenen Frust wider. Aber dafür sind die Internet-Portale leider auch da. Konstruktiv ist der Vortrag allerdings nicht.

  12. Torsten - 06.10.2011, 14:43 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    das ist doch mal wieder typisch deutsch! Alle schreien nach der Meisterpflicht! Meisterzwang! Und keiner kennt eigentlich den tieferen Sinn der dahinter steckt!
    Es ist doch im Endeffekt nur ein Instrument um günstigeren Anbieter den Weg zu versperren.
    ( ach ja , ich vergaß die Qualität leidet ja ) ja ne is klar
    Ein Instrument was von Adolf Hitler eingeführt worden ist.
    Der Meisterzwang wurde aber nicht im Mittlelgegründet,sondern 1934/35 unter Hitler!!! Der Grund war das Hitler die Juden aus dem Handwerksbereich drängen wollte. Traurig das im Jahr 2011 immernoch diese Handwerksverordnung seine Gültigkeit hat.
    Und es ist eh nur eine Frage der Zeit, wenn dass vom europäischen Gerichtshof gekippt wird.
    Denn wer schon mal was von Beschäftigung, Soziales und Integration beschäftigt hat, der wird wissen , dass My Hammer mit dieser Regelung europäische Betriebe ausgrenzt und diskrimiert. Da andere europäische Länder gar keine Meisterpflicht kennen.
    Aber wie so immer, versuchen die deutschen Ihren eigenen Weg zu gehen und blenden dabei manchmal nur zu oft die EU aus.

  13. Torsten - 06.10.2011, 14:35 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    das ist doch mal wieder typisch deutsch! Alle schreien nach der Meisterpflicht! Meisterzwang! Und keiner kennt eigentlich den tieferen Sinn der dahinter steckt!
    Es ist doch im Endeffekt nur ein Instrument um günstigeren Anbieter den Weg zu versperren.
    ( ach ja , ich vergaß die Qualität leidet ja ) ja ne is klar
    Ein Instrument was von Adolf Hitler eingeführt worden ist.
    Der Meisterzwang wurde aber nicht im Mittlelgegründet,sondern 1934/35 unter Hitler!!! Der Grund war das Hitler die Juden aus dem Handwerksbereich drängen wollte. Traurig das im Jahr 2011 immernoch diese Handwerksverordnung seine Gültigkeit hat.
    Und es ist eh nur eine Frage der Zeit, wenn dass vom europäischen Gerichtshof gekippt wird.
    Denn wer schon mal was von Beschäftigung, Soziales und Integration beschäftigt hat, der wird wissen , dass My Hammer mit dieser Regelung europäische Betriebe ausgrenzt und diskrimiert. Da andere europäische Länder gar keine Meisterpflicht kennen.
    Aber wie so immer, versuchen die deutschen Ihren eigenen Weg zu gehen und blenden dabei manchmal nur zu oft die EU aus.

  14. malerschmidt - 06.10.2011, 08:15 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Wie bei allen Neuerungen, ist nicht alles gleich perfekt. Die Systemänderung steckt noch in den Kinderschuhen und muss noch verbessert werden. Der Anfang ist jedoch gemacht und das ist gut so. Chaotisch ist es und die Mühlen bei MyHammer mahlen langsam, das stimmt. Anregungen der Mitglieder werden jedoch Ernst genommen und umgesetzt. Wir sehen daher optimistisch in die Zukunft.

  15. Christoph Hensel - 26.09.2011, 08:58 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Das bei My Hammer sich die schwarzen Schafe tummeln war ja schon lange bekannt. Als ich dort noch tätig war habe ich fast täglich der Handwerkskammer Leute gemeldet, die sich ohne Brief um Elektroaufträge bemühten und teilweise auch bekamen. Das war für mich ein Grund bei MH zu kündigen (und die abstrusen Gebührenforderungen). Es gibt mir ein beruhigendes Gefühl, das diese schwarzen Schafe wohl nicht nur den Kunden bescheissen, sonder auch MH. Wir haben ja in Berlin Brandenburg die aussicht auf eine Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages, das wird wieder einige Billigheimer in den Ruin treiben, hoffentlich.

  16. Michael - 25.09.2011, 19:12 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Zur Zeit läuft bei MyHammer alles kaotisch. Nichtmeisterfirmen können noch auf Ausschreibungen Gebote abgeben, obwohl nur für Meisterfirma ausgeschrieben oder Gewerke wie Brunnenbau ist frei ! ( Obwohl ja ganz klar nur für Meisterfirmen laut HWO !) Mehrfache Meldungen ( seit Wochen) ohne Reaktion und das, obwohl schon einige Wochen vor den 20.9 mit der Einführung begonnen wurde. Man fragt sich, wer diese Einstellungen kontrolliert hat ( ich sage mal keiner vom Fach !).

  17. malerbetrieb - 22.09.2011, 22:13 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    @Andre Roßberg: Rauhfaser / weiß kann immer noch auf MH (ganz aktuell) von Raumausstattern (leider aber auch von Umzugsunternehmen, Hausmeisterservices & Co, Gärtnern, usw.) beboten werden = die klassische Übergaberenovierung. Auch Innenanstrich weiß kann weiterhin allgemein beboten werden? Wo ist das Problem???? Wir werden jedoch niemals verstehen, warum gelernte Maler & Lackierer sich als "sonstige Dienstleister" mit irgend einer weit hergeholten Gewerbeanmeldung selbständig machen. Wer in diesem Handwerk selbständig arbeiten möchte, der möge doch bitte einfach seinen Meister machen (lt. den Schilderungen im MH-Blog von betroffenen AN ist das doch soooo einfach). Und dann gibt es ja noch die Altgesellenregelung (für die Ausnahmegenehmigung muß aber auch eine Prüfung - zwar nicht vergleichbar mit der Meisterprüfung - aber dennoch: eine Prüfung, die den Leistungsstand des Handwerkers beurteil) abgelegt werden. Also: woran liegt es? An den Kosten für die Meisterschule oder an den dann zwingend zu leistenden Handwerkskammerbeiträgen???? Oder gar an der Sorge, daß man dann vielleicht an sich selber zweifelt und Angst hat, die anspruchsvollen Prüfungen nicht zu bestehen????? UND: jeder Unternehmer, der sich von einer Zusammenarbeit mit MH eine 100 %ige Auftragsauslastung verspricht, der wäre besser damit beraten, als Angestellter tätig zu sein. MH dient lediglich zur Herstellung von Kontakten, als reine Werbefläche (Branchenbuch) und darüber hinaus als "Lückenfüller". Wer glaubt, durch eine Mitgliedschaft bei MH immer genügend Aufträge für eine Selbständigkeit zu haben, dem fehlen in unseren Augen die wesentlichen Grundlagen eines Unternehmers. Die Kunden von Handwerksbetrieben rekrutieren sich üblicherweise aus: Bestandskunden, Empfehlungskunden von Bestandskunden, Neukundenanfragen durch ansprechende Internetauftritte , aber auch durch die Nutzung anderer Werbemöglichkeiten und dann eben auch am Rande, durch Neukunden, die durch Gebotsabgabe im Internet gewonnen werden. In erster Linie muß ein Handwerker vor Ort einen Kunden durch fachliche Kompetenz, tiefgehendes Wissen, weitreichende Kenntnisse und einen vernünftigen menschlichen Umgang (soziale Kompetenz) überzeugen und gewinnt auf diese Art und Weise seine Aufträge. Sorry - aber die Unternehmer, die nun Angst um ihre Existenz haben, können hier niemandem die Schuld geben. Viele waren auf der Plattform von MH ganz offenkundig sehr häufig auf der "falschen Party unterwegs" - nun wird's halt kontrolliert und das klappt dann nicht mehr so reibungslos. Wir verstehen, daß es Ängste schürt, wenn man bemerkt, daß man aus einem gewissen Schattendasein nun ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt wird, da plötzlich der Markt im Internet sehr scharf beobachtet wird. Und die Verniedlichung "Wohnungsrenovierung" kann nicht verschleiern, daß hier Heizkörper, Fenster und Türen in großem Umfang lackiert wurden, daß hier in großem Umfang hochwertigste Mustertapeten und / oder Vliestapeten tapeziert wurden und daß - wenn vom Kunden gewünscht - auch aufwendige Techniken (Lasurtechniken, Spachteltechniken) dann eben angeboten und durchgeführt wurden. Selbstverständlich auch die zulassungspflichtigen umfangreichen Untergrundvorbereitungsarbeiten - und wenn gewünscht dann gerne auch gleich mal ein vollständiger Innenputz. Ist ja alles nur eine "Wohnungsrenovierung". Daß damit jetzt endlich auf MH Schluß ist, können wir nicht bedauern. Und : wer hatte denn Mitleid mit den Meisterbetrieben, wenn diese in "Konkurrenz" mit jedem treten mußte - vielfach leider gerade mit Personen, die nicht einmal kalkulieren können. Es wird nun nur umgesetzt, was schon immer Vertragsbestandteil war. Nicht mehr - aber auch nicht weniger.

  18. lesermeinung - 22.09.2011, 20:40 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Es gibt doch genügend Ausschreibungen für zulassungsfreie Arbeiten. Wenn man jetzt nichts mehr findet, was hat man dann bisher angeboten? Was haben Nicht-Handwerker auf einem Handwerkerportal zu suchen? Überrascht haben wir neulich erfahren, dass sich sogenannte "Dienstleister" und "Auftragsvermittler" auf der Plattform breitmachen und Handwerker und Aufträge "vermitteln". Was sollen wir davon halten? Diese Maßnahme von MyHammer war schon lange überfällig und wir begrüßen und unterstützen sie auch voll und ganz. Das Vertrauen in das Handwerk muss wieder hergestellt werden und die Schwarzarbeit, Preisdrückerei und Lohndumping ausgegrenzt werden. Dann entsteht ein fairer Wettbewerb.

  19. Andre Roßberg - 22.09.2011, 20:17 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Die Ausgrenzung von Raumausstattern und gelernten Malern aus den Auktionen für Wohnungsrenovierungen macht meiner kleinen Firma derzeit schwer zu schaffen. Selbstverständlich wählen Kunden, die eine Wohnungsrenovierung nach Mietbeendigung suchen, die Kategorie Maler/Lackierer aus, um Ihre Auktion da zu starten. In diesem Falle sind natürlich die Raumaustatter und Maler mit der reinen Handwerkseintragung B1 & B2 von der Gebotsabgabe ausgeschlossen. Jedoch sieht die HWK auch für diese Berufsgruppen eine Ausführung solcher Tätigkeiten vor. Sämtliche Lackier- und Tapezierarbeiten sollen meinetwegen nur für die Meisterbretriebe zugänglich sein, da diese Arbeiten in die Handwerksrolle fallen. Ich habe die ganzen Monate, die ich nun bei MH schon bin, durch Wohnungsrenovierungen gute Aufträge bekommen und alle zur vollsten Zufriedeneheit der Kunden (siehe Bewertungen) erledigt. Als gelernter Maler / Lackierer ist es für mich nicht verständlich, warum ich diese Arbeiten also nicht mehr ausführen darf. Ich sehe meine Firma derzeit auf einer Talfahrt und weiß nicht in wie fern MH das beabsichtigt. Ich hoffe, dass in den nächsten Wochen eine Lösung für die Problematik mit den Wohnungsrenovierungen gefunden werden kann. Denn eine Zusammenlegung beider Handwerke (Maler und Raumausstatter) für solche Aufträge ist aus meiner Sicht zwingend erforderlich.
    Gruß André