16.01.2012
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Fit bleiben statt Haltungsschäden

Muskelpflege für Handwerker

Hart arbeiten und abends Ausgleichssport? Nein danke, sagt sich mancher Handwerker. So gleichen Sie mit wenig Aufwand einseitige Belastungen aus, bevor Ihr Rücken krumm ist. 7 Tipps vom Sportwissenschaftler und 14 Übungen zum Download.

Dass die meisten Handwerkschefs ihre Zeit nicht ausschließlich am Schreibtisch verbringen, ist die gute Nachricht für Ihre Gesundheit. Die schlechte: einseitige körperliche Arbeit strapaziert Knochen und Gelenke und macht sie auf Dauer kaputt. Längst nicht jeder Handwerker schafft es, bis 67 so fit zu bleiben, wie der Gesetzgeber das gerne hätte.

Es geht um Sie. In Ihrem eigenen Interesse machen Sie etwas Muskelpflege, um Ihren Körper frisch zu halten! Sportwissenschaftler Matthias Goer meint: das klappt auch mit minimalem Aufwand, macht mehr Spaß, als man denkt und stärkt Ihre persönliche Leistungsfähigkeit!

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Foto: medicos.Osnabrück

"Ich halte nichts davon, Leute die auf dem Bau hart arbeiten, abends noch zum Joggen zu schicken", sagt der gelernte Orthopädietechniker und Prothesenbauer. "Wer keine Lust und keine Zeit hat, macht das sowieso nicht", ist seine Erfahrung. Viel effektiver sei es, schon während der Arbeit gegenzusteuern. Und das ist nötig, weil unsere Körper nicht für einseitige Tätigkeiten gemacht sind.

Tipp 1: Fitness in feinen Portionen
"Keine Position ist so gut, dass man Sie länger als eine halbe Stunde gut aushält", sagt Goer. Machen Sie darum immer wieder kleine Ausgleichsbewegungen zu dem, was Sie gerade getan haben. Also aufstehen, recken, mal nach hinten strecken mindestens alle 30 Minuten.

Dafür brauchen Sie ein paar Sekunden, höchstens zwei Minuten. Und Sie erreichen effiziente Muskelpflege. Ohne Entlastung – etwa für Ihren Rücken – presst es auf Dauer die Bandscheiben zusammen, die Muskulatur kann das nicht mehr ausgleichen und verspannt sich.


Kein Arbeitstier aber ein echter Fitnesskünstler
Kein Arbeitstier aber ein echter Fitnesskünstler - 
Foto: bilderbox

Tipp 2: Was Ihr Körper will
Es zieht im Rücken, aber das wird schon gehen? Wahrscheinlich, aber langfristig ist es dumm, solche Signale zu ignorieren. Wer merkt, dass sich Verspannungen anbahnen, dass kleine Schmerzen sich einschleichen, sollte sofort reagieren und tun, was der Körper verlangt.

Atmen Sie durch, entspannen Sie sich und Ihren Körper und Sie werden feststellen, dass es Ihnen dann deutlich besser geht. Wer den starken Mann markiert, und stattdessen weiterbuckelt, wird schneller müde und langfristig krank. Bestes Beispiel für beste Praxis sind Katzen, die zwar wenig arbeiten, aber andauernd dehnen.

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