Umsatzsteuer-Befreiung
Mit wie viel Geld kann ein Handwerker auskommen?
"Wer kann von 500 Euro im Monat leben?"
Für die Friseure ist eines klar: Das Steuer-Privileg muss weg. Und: Mit einem Jahresumsatz von 17.500 Euro kann man eigentlich gar nicht leben. "Ich kenne niemanden, ausgenommen Existenzgründer, bei dem der Laden so schlecht läuft", sagt René Krombholz, Friseurmeister aus Düsseldorf und Betreiber des Portals friseur-news.de.
Betriebe, die die Umsatzsteuer nicht abführen müssen, haben seiner Meinung nach einen riesengroßen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb. Seine Rechnung: Wer 17.500 Euro im Jahr, also etwa 1450 Euro im Monat Umsatz hat, trägt bei einer Gewinnspanne von 17 bis 22 Prozent etwa 500 Euro im Monat Gewinn nach Hause. "Wer kann davon leben?“, fragt der Unternehmer. Schwarzarbeit oder Hartz IV sind nach seiner Auffassung die Mittel zur Aufstockung.
Kann man das auch anders sehen? Durchaus, meint handwerk.com-User Tobias Claren und macht die Gegenrechnung auf.
Wie das funktioniert? Das lesen Sie auf der nächsten Seite!
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Ich bin auch für die Abschaffung der Umsatzsteuerfreiheit. Es gibt auch keinen Grund dafür. eine Umsatzsteuererklärung ist wie Grundrechenart (Zumindest bei kleinen Firmen). Ich stimme zu, dass diese Menschen zum Großteil Schwarz arbeiten und trotzdem noch als Aufstocker Geld kassieren. Ich habe einige Firmen "kennengelernt". Anzeigen hilft leider nicht, Zoll hat keine Zeit, Finanzamt kein Interesse. Die Abschaffung wäre nicht nur ein Mittel gegen die Schwarzarbeit sondern auch im Nebeneffekt gegen Scheinselbständigkeit die in bestimmten Branchen sich häuft. Den Kleinunternehmer sind meistens Sub die nur Ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen und das Material von dem GU / Hauptfirma kommt. Somit sind sie meist nichts anderes als Arbeitnehmer aber viel billiger weil der Mindestlohn entfällt und auch die Sozialkosten. Wann begreift der Staat mal, dass er nur Sozialgeschenke machen kann, wenn er auch dafür sorgt, das Sozialgelder und Steuern eingenommen werden...
Man sollte nicht eine Vereinfachungsregelung mit der Schwarzarbeiterregelung durcheinander würfeln. Ich nutze diese Vereinfachungsregelung für den nebenberuflichen Vertrieb einer kleinen Softwarelösung. Hiervon profitiert das Finanzamt und ich durch die Vermeidung einer Mini-Umsatzsteuererklärung. Wir haben in Deutschland schon genug Verwaltungsaufwand, der nun wirklich nicht noch weiter aufgeblasen werden muss.
Die Maßnahmen gegen die Schwarzarbeit sollte bitte auch mit den Überwachungs- und Fandungsmaßnahmen betrieben werden. Ich habe mal einen Schwarzarbeiter anzeigen wollen und mir wurde damals gesagt, dass das keinen Sinn macht, da bei ihm eh nichts zu holen war. Hier sollten doch mal wirklich alle Möglichkeiten zum Aufbau eines Fahndungsdruckes bei den Schwarzarbeitern genutzt werden.