Werkstattoptimierung lohnt sich
Mit viel Suchen ist jetzt Schluss
Es kommt nicht auf die Größe an: Werkstattoptimierung spart jedem Handwerksbetrieb vkiel Geld. So kommen Sie zum Ziel.
Zwei Minuten Suche nach dem richtigen Lack: 1,40 Euro. Fünf Minuten lang alles aus dem Weg räumen, damit der Hubwagen mit der Europalette vom Laster in die Werkstatt fahren kann: 3,50 Euro. Bei durchschnittlich 70 Cent Arbeitskosten pro Minute in einer Tischlerei kommt so einiges an Aufwänden zusammen.
Kosten, die sich gut organisierte Betriebe ohne weiteres sparen könnten, meint Ralf Bickert, Geschäftsführer des Technologie-Zentrums Holzwirtschaft (TZH) in Dortmund. Das sei auch dringend geboten, legt Bickert nach: "Der Wettbewerbsdruck durch Industrie und Handel nimmt weiter zu, der tiefgreifende Strukturwandel setzt sich fort, da kann es sich keiner leisten, Ressourcen zu verschwenden."
Pro Mitarbeiter 16.000 Euro jährlich einsparen
Werkstattoptimierung ist für Bickert die Lösung: Abläufe und Einrichtung gehören auf den Prüfstand, von der Arbeitsvorbereitung über die Fertigung und Montage bis zur Büroorganisation gebe es Sparpotenziale. "Wenn man dabei konsequent ist, sind Einsparungen von bis zu 40 Prozent möglich, das entspricht jährlich 16.000 Euro je Mitarbeiter", rechnet Bickert vor.
Das ist nicht nur Theorie. In einem Pilotprojekt des Tischler-Fachverbandes NRW haben die ersten Betriebe längst gemeinsam mit Beratern des TZH und der Firma Festool ihre Werkstätten von Grund auf neu organisiert - mit großem Erfolg.
Wie sich die Neuorganisation zum Beispiel in der Tischlerei Althoff auswirkt, lesen Sie auf der nächsten Seite .
