06.04.2009
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Nutzfahrzeug mit Elektromotor

Mit Strom durch alle Gassen

Ganz neu am deutschen Automarkt ist der Goupil G3. Das elektrische Nutzfahrzeug aus Frankreich ist wendig und leise.

Seit wenigen Wochen erobert er Deutschland: der Goupil G3. Das kleine elektrische Nutzfahrzeug aus Frankreich ist in der Standardvariante nur 1,10 Meter breit. Deshalb eignet sich überall dort, wo wenig Platz ist: etwa in Hallen und engen Höfen. Trotz seiner Maße schafft er einiges weg: Eine Europalette in Längsrichtung fasst die Grundvariante, zwei passen auf die breitere Ausführung mit 1,25 Meter. 700 Kilo darf die Zuladung wiegen. Der G3 kann außerdem einen Anhänger ziehen.

Unbeladen und ohne Licht fährt der G3 100 Kilometer am Stück, in der Praxis sind 60 bis 80 Kilometer realistisch. 40 km/h schafft das Fahrzeug maximal, egal ob leer oder beladen. Nach acht Stunden an der Steckdose ist die 240-Ampere-Batterie wieder voll. "Sie lädt sich aber auch beim Bremsen auf und wenn das Fahrzeug nicht benutzt wird", sagt Mathias Hägermann von Vehling Motorgeräte in Meerbeck. Das Unternehmen vertreibt das Fahrzeug. Im Vergleich zu einem Diesel spare der Besitzer auf 100 Kilometern ungefähr die Hälfte an Kosten ein, zudem sei kaum Wartung nötig.

Vorzüge: Laut Hägermann ist er geruchsneutral und leise. "Man hört nur die Laufgeräusche der Reifen." Im Unterschied zu anderen Elektroautos sei der G3 nicht von einem Dieselfahrzeug abgeleitet, sondern gleich als Elektrofahrzeug konzipiert worden.

Für den G3 gibt es verschiedene Aufsätze. Als Pritschenwagen oder Kipper kostet er rund 20 000 Euro. Eine Straßenzulassung kann beantragt werden. Vorführungen und Probefahrten sind möglich.

(bw)

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