11.02.2003
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Marktforschung in Eigenregie

Viele Informationen über Kunden liegen quasi auf der Straße. Folgende Tipps verhelfen Ihnen zur Marktforschung in Eigenregie.

Desk Research
Die Markt-Recherche vom Schreibtisch aus. "Da das Handwerk überwiegend regional oder kommunal aktiv ist, sind neue Dienstleistungen, die in anderen Regionen erfolgreich sind, auch innovativ für den eigenen Markt“, sagt Andreas Merz, Marktforschungsexperte von der Kommunikations- und Managementberatungs GmbH in Allensbach.

Das Internet eignet sich hervorragend zur kleinen Marktforschung und Konkurrenzbeobachtung. "Gehen Sie dabei strukturiert vor und stellen Sie die Recherche unter eine konkrete Frage", rät Merz. Dabei sei es legitim, sich auch mit fremden Gewerken zu vergleichen oder dort Anregungen zu suchen. "Was für den Bäcker interessant ist, passt vielleicht auch für den Metzger." Vergleichen sei in Ordnung, gleichsetzen nicht. Daher gilt nach Merz' Worten: Liegt etwa Ihr Betrieb und Markt auf dem Land, vergleichen Sie sich nicht mit städtischen Betrieben. Mit regelmäßigen und klar definierten Suchaktionen können Sie Ideen sammeln und bewahren Überblick über Trends und Entwicklungen.

Der Marktforschungs-Monteur
"Der riesige Vorteil des Handwerks ist seine Kundennähe“, sagt Kurt Assfalg von der Assfalg & Gillhaus Unternehmensberatung in Westerstede. Diese Nähe lasse sich zur Marktforschung nutzen. Mit ein paar einfachen Vorkehrungen lässt sich ein Berichtswesen aufbauen, das Einblicke in die ungeäußerten Kundenbedürfnisse ermöglicht, sagt er.

Assfalg rät, eine Checkliste zu entwerfen, die jeder Monteur, Kundendienstler und Außendienstmitarbeiter nach dem Kundenbesuch ausfüllen soll. "„Hauptsächlich Punkte zum Ankreuzen, damit es schnell geht.“ Außerdem notieren lassen: Eindrücke des Monteurs über Haltung der Kunden gegenüber dem Betrieb, Interesse an anderen Dienstleistungen, Vorlieben oder geschätztes Einkommen. Wichtig sei, dass der Zettel nicht unter den Augen der Kunden ausgefüllt werde.

Drei Vorteile nennt Assfalg für solch ein Vorgehen: "Es zeigt Kundenbedürfnisse auf, vertieft mein Wissen über die Kunden und drittens legt solch ein Zettel das Verhalten für den nächsten Besuch bei diesem Kunden fest.“

Auf den nächsten Seiten erfahren Sie, was Sie bei telefonischen Befragungen und Fragebogenaktionen beachten sollten.

 
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