So formulieren Sie Kritik im Mitarbeitergespräch
Kritik an Mitarbeitern clever verpacken!
2. Fehler: Drängen Sie Ihr Gegenüber nicht in die Ecke!
"Was haben Sie sich eigentlich dabei gedacht, als Sie …?"
Wer ein Gespräch so eröffnet, erreicht damit nur, dass sein Gegenüber nicht mehr zuhört, sondern sich innerlich schon auf Verteidigung oder Gegenangriff vorbereitet.
Besser: Lassen Sie ein Gleichgewicht der Kräfte zu!
Für den Gesprächserfolg wäre es besser, wenn Sie dem Mitarbeiter das Gefühl geben, dass dieses Gespräch keine einseitige Veranstaltung ist:
| Vorgehen | Beispiel |
| 1. Schritt: Wenn Sie ein unangenehmes Thema ansprechen, beschreiben Sie es erst einmal nur kurz. Suchen Sie nicht gleich selbst nach Ursachen, Verantwortung und Änderungsmöglichkeiten. | "Der Kunde X hat gestern Abend noch angerufen und sich beschwert. Die Baustelle sei nicht mehr aufgeräumt worden." |
| 2. Schritt: Geben Sie dem Mitarbeiter nun die Möglichkeit, die Gründe für sein Verhalten zu erklären. | "Kann das sein? Sie waren doch gestern bei X – woran hat es gelegen?" |
| 3. Schritt: Hören Sie aufmerksam, ruhig und gelassen zu. Vermeiden Sie alles, was Ihr Mitarbeiter als Macht-Geste verstehen könnte, wie zum Beispiel einen Blick auf die Uhr, zusammengekniffene Augen, geballte Fäuste, Zappeligkeit … |
Zeigen Sie Ihre Bereitschaft zuzuhören – dann wird auch Ihr Gegenüber Ihnen besser zuhören, wenn Sie über Ursachen und Änderungsmöglichkeiten sprechen.
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