11.02.2003
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Ideenfindung

Kreativitätstechniken leicht gemacht

Eine gute Idee - und dann keine Zeit, sie umzusetzen? Deswegen sollten echte Geistesblitze nicht einfach in Vergessenheit geraten. Folgende Tipps und Techniken helfen solche Missgeschicke zu minimieren und der Phantasie auf die Sprünge.

Das Notizbuch
Simpel und wirksam. Gewöhnen Sie sich an, stets Stift und Papier bei sich zu tragen. Wo Sie die Idee auch erwischt, aufgeschrieben entwischt Sie ihnen nicht mehr.

„Richten Sie eine Ideen-Rubrik in Ihrem Kalender ein“, rät Peter Holzmeier von der Unternehmer Akademie Chiemsee. Doch damit allein ist es nicht getan. „Arbeiten Sie regelmäßig die Liste durch und bewerten Sie die Ideen.“

Nach Holzmaiers Ansicht sind die Vorteile dieser neuen Gewohnheit, dass sie orts- und zeitunabhängig ist und Kreativität sichert. „Denn Ideen kommen, wenn man entspannt  ist“, sagt er, oft fernab der Arbeit.

Mind Mapping
Mind Mapping ist eine Visualisierungstechnik, die helfen soll, Überblick über komplexe Abläufe zu gewinnen.

„Auf einem großen Blatt notieren Sie in der Mitte Ihre Kernfrage“, sagt Holzmaier. Drumherum schreiben Sie alle Gedanken und Aspekte, die sich an die Kernfrage anschließen.

Gruppieren Sie dabei die einzelnen Aspekte thematisch. So ergeben sich nach Holzmaiers Worten Frage-Inseln, die Sie durch Striche und Pfeile miteinander in Beziehung setzen sollten. „So bauen Sie gedanklich und gefühlsmäßig Strukturen auf“, sagt er, diese Strukturen würden dank der Schriftform Überblick schaffen.

Wie ein Puzzle oder ein Mosaik zeige es durch die Verbindung von Einzelteilen ein Gesamtbild, sagt Holzmaier. So erhalte eine Mind Map größere Aussagekraft. „Mind Maps zeigen Lösungen auf, die nicht so vordergründig sind, aber eine größere Wirkung haben, die kleinen, feinen Geschichten am Rande.“

Collage
Im Gegensatz zu den bisherigen Techniken ist die Collage nicht wortlastig. Auch mit Bildern können Sie Visionen und noch ungenaue Pläne zu Papier bringen.

Für eine Collage brauchen Sie wie in der Bastelstunde Papier, Schere, Pritt-Stift und Bildmaterial. „Bildliche Collagen sind schneller zu verstehen als schriftliche Gebilde“, sagt Holzmaier.

Welche Technik Sie auch nutzen, bewahren Sie die Ergebnisse nicht in Papierstapeln, sondern sichtbar an der Wand auf. „Die Augen müssen darüber wandern können“, sagt Holzmaier. So haben Sie das Ergebnis im Blick und Anknüpfungspunkte für die Fantasie.

(cla)

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