30.08.2012
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Schräges Drama

Kranke Geschichte um die GEZ

Kassenpfändung für die Kunst

Kreativer Kölner:
Die Gebührenjäger sorgen für Gelächter.
Kreativer Kölner: - 
Foto: Siefken

Klingt logisch. Aber was ist schon Logik in der Kunst? Monate später hat plötzlich ein "Vollziehungsbeamter" der Stadt Hamm seinen Auftritt in dem Bühnenstück, er soll die 121,23 Euro für die GEZ eintreiben. Offenbar ein netter Typ, er hört auf den schönen Namen Sommer. Der Mann hat sich "kaputtgelacht und noch im Laden bei der GEZ angerufen". Der Vorschlag, den er von der GEZ hört, ist wiederum eine interessante Wendung im Skript: Er soll eine Kassenpfändung vornehmen. Wirklich pfiffig. Dass Andrea B. der Inhalt der Kasse nicht gehört, ist da fast vernachlässigbar.

In ihrer Verzweiflung schreibt die Handwerkerin die Ereignisse noch einmal auf, fügt eine eidesstattliche Versicherung bei und hofft, dass "der Vorgang hiermit erledigt ist". Man ahnt es, das Publikum wird wieder nicht enttäuscht. In dem Antwortschreiben der GEZ steht zwar, dass ihre Kündigung – warum eigentlich Kündigung? – akzeptiert wird, eine Nachzahlung von 279,47 Euro sei jedoch angebracht, die Gebührenspezialisten stellen vier weitere Radio-Quartale in Rechnung. Plus Mahngebühren. Szenenapplaus.

Neuer Auftritt: Wieder steht Herr Sommer im Laden, wieder gehen Schriftstücke hin und her, wieder zahlt Andrea B. nicht, wieder hofft sie, dass der Irrsinn ein Ende findet. Lange Zeit hört sie nichts. Doch die Ruhe ist trügerisch, vor zwei Wochen hat die GEZ eine Zwangsvollstreckung angedroht. Die Hauptdarstellerin ist ratlos, gegenüber derwesten.de sagt sie: "Wenn ich zum Anwalt marschiere, kann ich das Geld gleich an die GEZ überweisen."

Bizarre Inszenierung: Die GEZ erkennt im im Fall Andrea B. keinen Fehler – lesen Sie den letzten Akt.

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