Motivation für Sie, Ihre liebsten Kunden und besten Mitarbeiter
Klug mit Lob umgehen – 7 Praxistipps
Gute Mitarbeiter bekommen Trinkgeld, Chefs gute Zahlen. Zu kurz gesprungen! Denn Anerkennung für Chefs läuft auch über Kundenlob. Und das will angenommen werden, damit die Kundenbeziehung keinen Schaden nimmt. 7 Praxistipps.
Bauunternehmerin Heike Eberle kommt aus einem Landstrich, in dem der Spruch "Nicht geschimpft ist genug gelobt" eine Grundhaltung ist. Sie selbst legt andere Maßstäbe an. Ihrer Meinung nach ist Lob wichtig genug, um alles daranzusetzen, damit es seine Wirkung voll entfalten kann. Lob – hinter diesen drei Buchstaben verbirgt sich für sie Anerkennung, Kundenbindung und Mitarbeitermotivation. Das gibt Sie auch als Beraterin in Seminaren für Handwerkskollegen weiter.
7 Tipps für einen klugen Umgang mit Lob
1. Ein Lob braucht volle Aufmerksamkeit
Auf Ihrem Zettel steht noch einiges und Sie meinen, keine Zeit für ein Lob zu haben? Quatsch, meint Heike Eberle. Erstens: Einen wohlwollenden Kunden abzubügeln sorgt für Enttäuschung. Damit verspielen Sie wertvolles Kapital.
Zweitens: Ein ehrlich gemeintes Lob lässt Sie innerlich wachsen, wenn Sie bereit sind, es anzunehmen. Der Effekt: Sie selbst arbeiten nach einem solchen Impuls besser gelaunt und leistungsfähiger weiter.
Drittens: Ein Lob braucht zwar Raum und volle Aufmerksamkeit aber nicht viel Zeit. Ein solches Gespräch dauert etwa fünf Minuten. - Vorausgesetzt, Sie verwässern es nicht mit anderen Themen.
2. Ein Lob will bestätigt werden
Ein Lob ist eine Meinungsäußerung Ihres Kunden. Und der liegt - wie jeder Mensch - gerne richtig. Ein Lob abzubügeln, sein eigenes Licht unter den Scheffel zu stellen, ist folglich unklug.
Quittieren Sie die positive Meinung Ihres Kunden mit einem „danke“, statt es abzulehnen. Mit einem Satz der "gern geschehen" ausdrückt, fahren Sie rhetorisch immer besser als mit "kein Problem", betont Schlagfertigkeitstrainer Dr. Bredemeier in Seminaren. Bestätigen Sie den Kunden doch mit Ihrer Firmenphilosophie, empfiehlt Eberle. Beispiel: "Ja, wir halten, was wir versprechen". Das dies hängen bleibt, ist wahrscheinlich.
Auch ein ehrlich gemeintes Gegenkompliment passt gut, wenn Sie es in petto haben. Beispiel: "Sie haben es uns einfach gemacht, mit Ihrer guten Vorbereitung". Hauptsache ist, dass Sie das Lob Ihres Kunden aufnehmen, statt es aus Verlegenheit oder Zeitmangel verhallen zu lassen.
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