Handwerker protestieren
Kampfansage: Friseure im Radiostreik
Weil sie eine geplante Gebührenerhöhung nicht hinnehmen wollten, haben 1500 Friseure im Elsass ihre Radios einfach ausgeschaltet.
Mehr als das Doppelte sollen französische Betriebe für den Radioempfang zahlen, berichtet satundkabel.de . Die französische Gesellschaft für die Verwertung von Künstlerrechten (Sacem) wolle die Gebühr künftig von 35 auf 90 Euro pro Jahr anheben.
Für große Salons soll es sogar noch teurer werden. Ab zwei Mitarbeiter werde den Betrieben pro weiteren Angestellten 47 Euro zusätzlich berechnet.
Das ließen die Friseure nicht auf sich sitzen und schalteten kurzerhand ihre Radiogeräte einfach aus. "Wir können nicht die Milchkuh der Sacem sein", verteidigte der Vorsitzende des regionalen Friseurverbands den "Radiostreik" gegenüber einem Fernsehsender.
Die Regelung motiviere nicht dazu, neues Personal einzustellen. Die Verwertungsgesellschaft sehe sich jedoch im Recht: Für die Erhöhung der Gebühren sei nicht sie, sondern die Gesellschaft Spre zuständig.
(ja)
