19.04.2012
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Ich glaube, der Fliesenleger ist tot!

Julia Karnick und die Handwerker

Beim Hausbau hat Brigitte-Kolumnistin Julia Karnick wahre Katastrophen mit Handwerkern erlebt - und darüber ein Buch geschrieben. Im Gespräch mit handwerk.com verrät die Autorin, was sie am meisten geärgert hat und was den idealen Handwerker aus ihrer Sicht auszeichnet.

Es regnet aus der Küchenlampe, zwei neu verlegte Rohre platzen und der Handwerker hat keine Zeit: In "Ich glaube, der Fliesenleger ist tot!" schildert Julia Karnick mit Augenzwinkern alle Widrigkeiten, die sie beim Hausbau erlebt hat. Mit handwerk.com hat die Brigitte-Kolumnistin darüber gesprochen, wie sie Handwerker tatsächlich sieht.

handwerk.com: Frau Karnick, Sie schildern in Ihrem Buch katastrophale Erfahrungen mit Handwerkern. Ist das wirklich alles so passiert?
Julia Karnick: Ja, das ist alles genau so passiert. Das Buch handelt aber nicht nur von Katastrophen. Die Episoden, in denen etwas schiefgeht, sind nun einmal die, über die man spricht. Sie bleiben in Erinnerung und prägen den Alltag.

 - Augenzwinkern inklusive: Julia Karnick auf der Baustelle
Augenzwinkern inklusive: Julia Karnick auf der Baustelle
Foto: sabinebraun.de

handwerk.com: Wonach haben Sie die Betriebe für den Hausbau denn ausgewählt?
Julia Karnick: Nach Empfehlungen, vor allem von unserer Architektin, aber auch aus dem Bekanntenkreis. Der Preis war für uns ein Kriterium, ja. Aber Erfahrungen mit guter Zusammenarbeit und guter Leistung waren genauso wichtig.

handwerk.com: Gibt es etwas, das Sie als besonders schlimm empfunden haben?
Julia Karnick: Ich glaube, wir sind keine besonders pingeligen Hausbauer. Für gute Arbeit zahlen wir gern angemessen und pünktlich. Es kann immer mal passieren, dass jemand einen Fehler macht. Fassungslos macht es mich, wenn jemand sich danach nicht kümmert. Ich erwarte, dass man Verantwortung übernimmt, mit dem Auftraggeber redet – und sich dann besondere Mühe gibt.

handwerk.com: Welche Eigenschaften gehen aus Ihrer Sicht bei Handwerkern überhaupt nicht?
Julia Karnick: Wenn jemand sagt, ich komme um neun Uhr, und um zehn ist er immer noch nicht da. Wenn jemand nicht ans Telefon geht und nicht auf E-Mails antwortet. Wenn Zeitpläne nicht eingehalten werden. Bei unserem Hausbau haben wir das mit dem Klempner und dem Fliesenleger so erlebt.

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