10.09.2009
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Altersarmut

Jeder zehnte Unternehmer verarmt im Alter

Gut zehn Prozent aller Selbstständigen verdienen zu wenig, um ausreichend für ihr Alter vorzusorgen. Und viele andere legen weniger zurück als ihre Mitarbeiter.

Wie aus einer Studie des Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA) hervorgeht, sind rund 30 Prozent der Selbstständigen hierzulande von Armut bedroht: Elf bis zwölf Prozent verdienten so wenig, dass sie im Alter unter das Existenzminimum rutschen dürften, weitere 20 Prozent könnten zumindest unter die "relative Armutsgrenze" geraten. Als relative Armutsgrenze gelten 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens.

Zugleich wiesen die Forscher darauf hin, dass Unternehmer durchschnittlich nur fünf Prozent ihres Nettovermögens für die private Altersvorsorge verwenden. Im Vergleich dazu investierten Arbeitnehmer rund zehn Prozent ihres Vermögens in die Vorsorge. Allerdings verfügten Unternehmer auch über ein durchschnittlich dreimal so hohes Nettovermögen wie Arbeitnehmer.

Das MEA ist ein Forschungsinstitut der Universität Mannheim. Es finanziert sich unter anderem aus öffentlichen Mitteln und aus Geldern des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Woran liegt es, wenn Unternehmer nicht genug verdienen, um sich für das Alter abzusichern? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.

Weitere Infos:

Studie des MEA (pdf)

(jw)

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