05.05.2009
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"Ich wurde ins kalte Wasser geschmissen"

Zu wenige sind vorbereitet: Für einen plötzlichen Ausfall des Chefs hat nur jedes dritte Unternehmen einen Notfallplan in der Schublade, ergibt die handwerk.com-Umfrage.

Zu wenige sind vorbereitet: Für einen plötzlichen Ausfall des Chefs hat nur jedes dritte Unternehmen einen Notfallplan in der Schublade, ergibt die handwerk.com-Umfrage.

"Wenn der Chef krank ist: Läuft Ihr Betrieb dann reibungslos weiter?", haben wir gefragt.

"Nein, wenn ich krank bin, haben wir ein Problem", gibt jeder zweite Befragte zu. Jeder Dritte meint: "Ja, für den Fall der Fälle gibt es einen Notfallplan." Und 16 Prozent haben sich mit dem Thema noch nicht auseinandergesetzt: "Gute Frage, darüber sollte ich nachdenken", antworten sie.

Marjetta Gärtner aus Bad Fallingbostel ist eine Betroffene. Als ihr Mann einen Schlaganfall erlitt, musste sie "von jetzt auf gleich" den Malerbetrieb führen. Ausreichende finanzielle Vorsorge in Form von Krankentagegeld und Berufsunfähigkeitsversicherungen habe das Paar zwar getroffen. "Aber das ist nur eine Sache, die man bedenken muss", weiß die Unternehmerin. "Was ist mit den unendlich vielen Details, die der Chef nur in seinem Kopf hat und an die nicht ranzukommen ist?", fragt sie. "Wie laufen die Baustellen, wenn der Betriebsinhaber nicht mehr vor Ort ist? Wie verhalten sich die Kunden?" Aus Erfahrung rät sie: Machen Sie sich über solche Fragen beizeiten Gedanken.

Viele Fehler seien vermeidbar, wenn jemand mit derselben Erfahrung als Gesprächspartner bereitstände. Was im Umgang mit Behörden, Ärzten, Steuerberatern und anderen zu bedenken ist: Marjetta Gärtner weiß jetzt darüber Bescheid. Aber in der Situation "wurde ich ins kalte Wasser geschmissen und habe viel Lehrgeld bezahlt".

(bw)

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