21.02.2012
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Auftragschaos

Eine ganz miese Entscheidung

Eine britische Konditorin wollte Reibach mit einem Rabatt-Anbieter machen. Ergebnis: Sie musste 102.000 Törtchen zum Spottpreis verschleudern.

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Foto: BilderBox.com

Die Qualität ihrer Törtchen ist außergewöhnlich, und darauf ist die Konditorin Rachel Brown stolz. Doch als sie einen Deal mit dem Gutscheinportal Groupon einfädelte, brach das Auftragschaos aus, berichtet die britische Tageszeitung „The Telegraph“.

Angeblich mussten Brown und ihre Leute 102.000 Törtchen backen. Das "unschlagbare" Angebot von 6 Pfund 50 statt 26 Pfund für ein ganzes Dutzend individuell verzierter Törtchen lockte Abertausende an.

Normalerweise nutzen Betriebe Groupon für die Kundenakquise. Die Hoffnung: Kunden, die einmal über die Rabatte den Weg in den Betrieb finden, kaufen dort auch später ein. Im Fall der Konditorin war die Zahl der Gutscheine offenbar nicht limitiert. Dass man in "permanentem Kontakt" mit der Konditorei gestanden habe, sagt eine Groupon-Sprecherin der BBC. Von den Problemen habe das Unternehmen aber erst über die Medien erfahren.

"Ohne Zweifel war das die schlechteste unternehmerische Entscheidung, die ich je getroffen habe", sagt Brown dem Telegraph. Ihr Personal habe geschuftet, sie sei vor Sorgen teilweise um 3 Uhr morgens aufgestanden und schließlich waren Aushilfen zu bezahlen, schimpft sie.

Trotz des riesigen Auftrags: Der Wahnsinns-Rabattpreis hat jeden möglichen Gewinn der Konditorin aus Berkshire verhindert. Im Gegenteil: Durch den Vertrag hat sie sich insgesamt ein Minus von 12.500 Pfund (14.500 Euro) eingehandelt.

Kunden gewinnen ohne Rabatt-Schlacht? Hier unsere Tipps, wie das geht:

(kö)

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