Zivilcourage
Handwerker-Held soll zahlen
Erst wurde er für seinen Mut gelobt, jetzt hat Uwe W. einen Strafbefehl erhalten. Der Handwerker soll 600 Euro bezahlen – weil er nicht weggesehen hat.
"Neue Gewalttat in der Münchner U-Bahn: Ein Handwerker beendet den Spuk." So hatte handwerk.com im vergangenen November über einen Polsterer berichtet. Der Mann hatte sich damals mit einem Betrunkenen angelegt, der mitten in der Nacht eine Frau angegriffen und verletzt hatte. Das Ende der Nachricht: "Der Polsterer versetzte dem alkoholisierten Aggressor einen Stoß, der Mann landete im Gleisbett. Dabei brach er sich das rechte Handgelenk."
Sein Mut hatte auch deshalb für Schlagzeilen gesorgt, weil Deutschland noch unter Schock stand. Kurz zuvor war der Manager Dominik Brunner zu Tode geprügelt worden, als er Kinder beschützen wollte, die von Schlägern erpresst und geschlagen worden waren.
Jetzt berichtet das Münchner Boulevardblatt tz, dass Uwe W. wegen vorsätzlicher Körperverletzung 600 Euro aufgebrummt worden sind. Wie kann das sein? "Weil er größer ist als der Schläger, weil die gefährliche Situation nach Ansicht der Staatsanwaltschaft bereits bereinigt war", schreibt die tz. Aus Sicht des Gerichts habe er "überreagiert".
Eine Frau, die ebenfalls bedroht worden war, sieht das anders. "Die Situation war nach meinem Gefühl nicht bereinigt. Ich hatte Angst, dass der Täter auch noch auf mich losgeht", sagt Gabi D. der tz.
Und Uwe W.? Der glaubt, dass er sich im im "falschen Film" befindet: "Ich war zuvor ein völlig unbescholtener Bürger. Jetzt hab ich einen Strafbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung."
(sfk)

12 Kommentare zu "Handwerker-Held soll zahlen"
...und wir bezahlen mit unseren Steuern auch noch diese promovierten Schlauschnacker die solche Urteile fällen!!! Ich frage mich ernsthaft was in diesem Land noch alles passieren muß damit das Volk aufwacht. Ich habe vor einigen Tagen einen Bericht gelesen, laut dem sowieso bloß 5 % der Bevölkerung Zivilcourage an den Tag legen, und die werden dann auch noch bestraft. Traurig...
Ist doch klar, die Justiz hat doch immer zwei Möglichkeiten: 1. Sie helfen nicht, dann sind Sie wegen unterlassener Hilfeleistung dran 2. Sie helfen, dann sind Sie wegen Sachbeschädigung oder Körperverletzung dran. Fazit: Die Justiz hat immer Recht! Haben Sie schon mal einen Richter erlebt der wegen erwiesener Unfähigkeit entlassen oder gar bestraft worden ist, obwohl in den nächsten Instanzen seine Urteile "kassiert" worden sind? Wer macht denn in diesem Staat die Gesetze? Richtig, die Juristen! Sie kennen das mit der Krähe.....
Hallo liebe Freunde einer sozialen Rechtsordnung, da muss ich Euch erstmal aufklären: Karl Marx hat die ökomischen GESETZE dieser Gesellschaft definiert, dort beschreibt er auch sinngemäß die Risikibereitschaft des Kapitals " 100 %l...... bis auf die Gefahr des Galgens " Da der Beschuldigte nicht nachweisen kann das Gründen der Vermehrung von Kapital geholfen hat, ist er entsprechend dieses Wirtschaftlichen Gesetzes zu verurteilen. Uneigennützige Hilfe gehört nicht zum Wesen des Kapitalismus und wer dagegen verstößt und sich erwischen läßt ist selbst dran schuld. Warum sollte da ein Richter anders urteilen, er kann nicht gegen Gesetze verstoßen. Oder sieht das jeman anders ? VG Karl-Heinz Garten
Was sagt uns das? Also doch lieber wegsehen! Armes Deutschland!
Das war mir doch schon klar und musste so kommen. Ich hatte einen ähnlichen Fall, nachdem mir ein itouch und mein Navi von einem Drogenabhängigen aus dem Auto geklaut wurde. Ich habe den Typen noch erwischt und er hat mir unter Androhung die Polizei zu holen die Sachen wiedergegeben. Anschließend habe ich trotzdem die Polizei gerufen. Da hat er mir angedroht, mich abzustechen. Als die Polizei kam, wurde in seinen Sachen ein Fleischermesser mit ca. 20 cm Klingenlänge sichergestellt. Hätte ich ihm was auf die Nase gehauen, wäre ich in den Knast gewandert - und der Typ ist schneller wieder rumgelaufen, als die Polizei mit dem Schreiben des Berichtes fertig war. Bei einer Verhandlung wäre auch bestimmt festgestellt worden, dass der Typ ohnehin nicht zurechnungsfähig gewesen sei, wei er bis oben hin zugedröhnt war. Die werden dann noch auf den Arm genommen und drei Monate auf der Aida terapiert. So geht das in dieser Bananenrepublik!
Warum verurteilt man den Richter und den Staatsanwalt nicht mal dazu ein Jahr lang U.- Bahn zu fahren. Es wäre eine Lehrreiche Erfahrung für die Damen und Herren, an dem wirklichen Leben teilzunehmen und nicht nur an der Theorie zu verhaften. Ich hoffe, dass die Revision für den Handwerker ein erfreulicheres Ergebniss bringt, mit anderem Richter und Staatsanwalt, die nicht Weltfremd daher agieren.
Es gibt hierfür eine ganz einfache Lösung: Bevor man holft, fragt man ob das Opfer Staatsanwalt Richter ist. Wenn ja, dann ist klar, was zu tun ist. (Dieser Beitrag ist nicht ganz ernst gemeint, aber manchmal hilft nur Sarkasmus!)
Wo ist die Staatsanwaltschaft bei HGAA? Dort sind alle Banker und Politiker bis jetzt nicht einmal angeklagt!! Hier ist die Staatsanwaltschaft gefordert. Der Polster hat jedoch keine Rechtsabteilung. Bei Ihm lässt sich leichter Anklagen!!! Schmidt-BayernLB-Stoiber-Huber- Schaidinger und Konsorten haben aller Verbindungen, die auch einen Staatsanwalt fürchten lassen. Die Karriere könnte auch noch leiden. Das Volk befördert keine Beamten!! Unser System ist genau betrachtet eine Katastrofe. Wir haben eine Bananenrepublik wie bei allen Anderen auch!! Die Koruption ist genau so hoch wie in Afrika oder Italien. Es ist kein Unterschied feststellbar. Ich kann nur hoffen, dass eine Revision des Urteils möglich ist. Es sollte eine Anwaltskanzlei geben, die den Handwerker Kostenlos verteidigt!
Wie die Andren schon schrieben, dass ist typisch für Deutschland. Wir brauchen dringend REFORMEN im Restwesen aber Sachen wie My-Hammer Subventionieren, Banken schnell und unbürokratisch Geld leihen, Geldumverteilungen sind für unsere so genannten Volksvertreter wichtiger. Ich würd ja sagen er ist gefallen weil er besoffen war aber meine Meinung zählt leider nicht.
Willkommen in Deutschland ... Die Täter bekommen fast immer nur Zucker in den Hintern geblasen und sind nach kurzer Zeit wieder fein raus und als Helfender bzw Geschädigter schaut man nur in die Röhre oder bekommt selber einen drauf vom Gesetz her ... Und dann wird sich gewundert wenn kaum einer hilft ... ist ja auch kein Wunder!!!
Das ist typisch, auf der einen Seite sollen sich die Bürger einmischen und helfen und auf der anderen Seite bekommen die Verursacher vor Gericht noch Schadenersatz oder Schmerzensgeld zugesprochen. Das zeigt wiedermal, das die Rechtssprechnung weit weg von der Realität ist. Aber in Deutschland hilft man eher den Tätern als den Opfern, eine unfassbare und unverständliche Entwicklung.
Unglaublich, aber fast typisch in Deutschland. Ich fasse es nicht!