Vorsorge: Falls es doch noch zur Krise kommt
Haben Sie einen "Plan B"?
Augen zu und durch: So haben wir 2011 trotz Krisensignalen ganz gut überstanden. Klappt das auch 2012? Für alle, die sich nicht nur auf ihr Glück oder die Politiker verlassen wollen: die drei wichtigsten Tipps für Ihren persönlichen "Plan B".
Ob eine Krise kommt oder nicht, kann auch Carl-Dietrich Sander nicht vorhersagen. Doch vorsorgen kann dafür auch der kleinste Betrieb, weiß der Unternehmensberater und Handwerksexperte aus Neuss. Wir haben nachgefragt - ob das wirklich nötig ist, und worauf es dabei gerade in kleinen Betrieben ankommt.
Viele Handwerker haben derzeit volle Auftragsbücher. Und dann sollen sie auch noch für einen Notfall vorsorgen, der vielleicht nie eintritt?
Carl-Dietrich Sander: Natürlich wäre es unsinnig, jetzt schon die ganze Kraft in solche Maßnahmen zu investieren. Das würde einen Betrieb völlig lähmen. Aber wer zumindest schon einmal über einen "Plan B" nachgedacht hat, der wird in einer möglichen Krise schneller und wirkungsvoller handeln können.
Wozu der Aufwand? Wenn die Auslastung zurückgeht, muss ich akquirieren. Was nützt mir dabei ein "Plan B"?
Sander: Letztlich läuft es auch auf Akquise hinaus. Die Frage ist doch nur, wie ich vorgehe und was dabei herauskommt. Wir kennen das aus früheren Krisen: Wer als Unternehmer unter Druck gerät, der entscheidet sich oft für die falschen Maßnahmen und gerät so in einen Teufelskreis. Dann schreiben wir plötzlich wieder haufenweise Angebote - für Aufträge, die wir sowieso nie bekommen. Oder wir nehmen jeden Mist an, auch wenn wir jetzt schon wissen, dass wir am Ende dabei draufzahlen. Oder wir gehen viel zu weit mit dem Preis runter, obwohl wir uns das nicht leisten können.
Genau vor diesen Panik-Aktivitäten schützt ein "Plan B". Wer einen "Plan B" hat, kann agieren, statt nur zu reagieren.
Nächste Seite: Akquise im "Plan B" - so gehen Sie die Sache richtig an!
