Solaranlagen
Geld verdienen mit dem Hallendach
Solaranlagen sollen aus Hallendächern Einnahmequellen machen. Solarbörsen wollen dort investieren und zahlen dafür Miete. Lohnt sich das?
Sie nennen sich Sonnengärtner oder Alpensolar - und sie sind scharf auf Ihre Dachfläche, um dort Solaranlagen zu installieren, mit denen alle Beteiligten Geld verdienen. Wie die Zeitschrift Markt und Mittelstand berichtet, suchen solche Dachbörsen im ganzen Land nach geeigneten Dachflächen - ab 500 Quadratmeter aufwärts.
Wer zum Beispiel 3000 Quadratmeter Dach zu verpachten hat, könne damit 2000 Euro Zinsen im Jahr einfahren - mit einer Fläche, die sonst wohl ungenutzt bliebe.
Sorgenfrei soll die Zusammenarbeit mit den Dachbörsen verlaufen, heißt es in dem Bericht: Die Investitionskosten tragen die Dachbörsen. Komme es durch die Anlage zu Schäden am Dach, so gingen sie zulasten des Investors.
Allerdings hat das Angebot auch einen Haken: Wer die Sonnen-Zinsen kassieren will, muss sich langfristig festlegen. So ein Vertrag laufe 20 Jahre, berichtet Markt und Mittelstand. Wer in dieser Zeit umbauen, erweitern oder verkaufen will, muss das praktisch um die Solaranlage herum planen - oder Kosten für den Abbau und die Ausfallzeiten tragen.
Nicht zuletzt könnte es Probleme mit der Hausbank geben, berichtet die Zeitschrift: Die Betreiber der Solaranlage bestünden auf einer Eintragung in das Grundbuch und forderten das Erstzugriffsrecht. Das lasse sich bei Hausbanken oft nur schwer durchsetzen, wenn die Gewerbeimmobilie schon mit Hypotheken belastet ist.
Eine Alternative sei es, Solaranlagen in Eigenregie zu installieren. Es dauere jedoch mindestens zehn Jahre, bis sich diese Investition amortisiert.
Was halten Sie von dem Konzept? Würden Sie Ihr Hallendach vermieten, oder binden Sie sich damit zu langfristig? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.
(jw)
