So schützen Sie Ihre EDV gegen Phishing und Trojaner
Geheimnisklau per Internet ist so einfach
Sie haben einen leistungsfähigen Virenscanner und eine Firewall? In Sicherheit sind Sie damit noch lange nicht. Ein Profi von der Polizeiakademie verrät, wie leicht Kriminelle auf Ihre EDV zugreifen - und wie Sie sich dagegen schützen!
Cyberkriminelle sind oft Profis. Mal handelt es sich um Einzeltäter, mal um kriminelle Organisationen oder um auch ausländische Nachrichtendienste. Ihre Haupteinsatzgebiete:
- Phishing: Allein in Deutschland werden jede Minute zwei (!) Identitäten im Internet gestohlen.
- Trojaner: gezielte Angriffe auf Unternehmen und Wirtschaftsspionage mittels Software.
- Angriffe auf Websites – insbesondere solche mit Webshops – durch gezielte Überlastung der Seite.
Betriebe machen es Cyberkriminellen zu leicht
Das Problem: Solche Angriffstechniken lassen sich leicht erlernen. Und wenn Cyberkriminelle erst einmal das Handwerkszeug beherrschen, treffen sie in vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen auf geringen Widerstand und viel zu gutgläubige Menschen.
So leicht kommen Cyberkriminelle an Ihre Daten
Wie leicht es ist, sich Zugang zur Firmen-EDV zu verschaffen, zeigt Patrick Neumann von der Polizeiakademie Niedersachsen an zwei Beispielen:
- Zugang per E-Mail: Manchmal reiche es schon aus, eine entsprechend präparierte PDF-Datei mit dem Betreff „Kannst Du das öffnen?“ zu verschicken.
- Zugang über Mitarbeiter: "Der beste Weg ist manchmal über die Putzfrau. Die kontrolliert meistens sowieso niemand", betont Neumann. Cyberkriminelle fänden immer wieder willige Helfer, die sich für ein paar Euro ausnutzen lassen, um an eine freie LAN-Steckdose im Betrieb einen Sender anzuschließen.
"Anschließend braucht sich der Hacker nur noch in der Nähe auf einen Parkplatz zu stellen, das Laptop auf Empfang zu schalten und zu warten." Mit der passenden Software finden die Täter dann schnell heraus, auf welchen Rechnern Konstruktions- oder Geschäftsdaten liegen. Hat der Angreifer diese Daten erst in der Hand, zeigte Neumann, koste es selbst Computerlaien nur noch ein paar Klicks mit der Maus, um auch sensibelste Daten abzurufen.
