Gefunden: die dümmsten Mängelrügen
Die Redaktion hat nach besonders schrillen Begründungen für Mängel gesucht und ist fündig geworden.
Die erste Mängelrüge ist gelinde gesagt frech der Zimmermeister Henning Marder muss sich trotzdem mit ihr herumschlagen. Ihm wird vorgeworfen, dass er und seine Kollegen im niedersächsischen Wennigsen nicht gut gearbeitet haben, ein Bauträger moniert ganz aktuell schwerwiegende optische Mängel im Anschlussbereich der Dachsparren.
Seltsam: Obwohl Marder die Baustelle sofort inspiziert hat, war von den angeblichen Mängeln nichts zu sehen. Trockenbauarbeiten, die bereits vor mehreren Wochen erledigt wurden, verhinderten die Sicht. Noch seltsamer: Der Bauträger hat sein Anschreiben dreieinhalb Monate zurückdatiert der Poststempel trägt aber das aktuelle Datum. Der Auftraggeber des Bauträgers und frischgebackene Hausbesitzer weiß natürlich nichts von den Mängeln. Er hat die Arbeiten längst bezahlt.
Insbesondere gegenüber gewerblichen Abnehmern sollten Handwerker wehrhaft sein, meint Marder. Private Endverbraucher seien meistens glücklich darüber, dass Aufträge pünktlich und ordentlich erledigt werden. Kritikpunkte würden spontan vorgetragen und genau so spontan erledigt: Nach wenigen Stunden ist der Kunde meistens die Kundin auch wieder zufrieden. Doch Auftraggeber wie der Bauträger in seinem Fall würden sich "einen Handwerker nach dem anderen vornehmen".
In der kommenden Woche werden wir über die Mängel-Erlebnisse eines Tischlermeisters mit der öffentlichen Hand berichten. Welche Mängelrügen wurden Ihnen zugemutet? Schreiben Sie der Redaktion.
(sfk)
