Carlos Ruíz Zafón
Gefangen im Spielzeugland
Cravenmoore mit seinen Automaten und Spielfiguren erscheint im ersten Augenblick idyllisch. Doch der Schein trügt. Denn dieser Sommer wird das Leben einer ganzen Familie verändern. In Spanien ist "Der dunkle Wächter" als Jugendbuch erschienen. Doch es fesselt auch erwachsene Leser.
Wegen einer neuen Anstellung ihrer Mutter müssen Irene und ihr Bruder umziehen. Die neue Heimat der drei ist ein kleines Häuschen an der normannischen Küste. Der neue Arbeitgeber, Lazarus Jann, ist ein bekannter Spielzeugfabrikant. Sein Anwesen in Cravenmoore ist ein riesiges Haus – voll mit selbstgebauten Automaten und Spielzeug aller Art.
Doch dieser Landsitz hat auch etwas Unheimliches. Schon bei der Ankunft in Cravenmoore verbietet er der dreiköpfigen Familie, sich allein im Haus zu bewegen. Einige Zimmer sind für Fremde tabu.
Aber noch ein Fluch liegt über der Bucht: Vor Jahren ist dort auf mysteriöse Weise eine Frau umgekommen. Die Bewohner munkeln, es habe etwas mit den Septemberlichtern des Leuchtturms zu tun, der vor der Bucht steht.
Als die vierzehnjährige Irene den Jungen Ismael aus dem Dorf kennenlernt, scheint es der Sommer ihrer ersten Jugendliebe zu werden. Mit Ismaels Boot erkunden die beiden die Bucht und forschen den Erzählungen nach. Auch das Haus von Lazarus. Dabei riskieren sie sogar ihr Leben.
In einer atemberaubenden Jagd versuchen die beiden Teenager das Böse zu besiegen. Dabei lösen sie einige Rätsel und entdecken Schreckliches…
"Der dunkle Wächter“ ist zwar in Spanien als Jugendbuch erschienen. Dennoch ist es auch für Erwachsene eine durchaus spannende Lektüre. Zafón schafft regt mit seinen Sprachbildern die Fantasie an. Die Lektüre macht einfach Spaß.
(ja)
