14.06.2010
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Kommunikation

Für welche Handwerker lohnt sich Web 2.0?

Twitter, Facebook & Co: Mit dem Web 2.0 tun sich viele Handwerker noch schwer. Dabei könnte sich Einsatz gerade für Betriebe mit vielen Privatkunden lohnen, meint Carsten Röttgers von den Handwerksjunioren.

Manche Handwerker sind längst drin im Web 2.0, viele andere jedoch noch nicht. "Mit der Zeit wird sich das aber ändern", sagt Carsten Röttgers, Bundesvorsitzender der Junioren des Handwerks.

Vielen Handwerken sei der Nutzen noch gar nicht richtig klar. Zudem sorgten negative Schlagzeilen wie die über Facebooks Umgang mit Kundendaten für Vorbehalte. "Wir müssen das umdrehen und positiv-kritisch zeigen, welche Vorteile das Web 2.0 hat", sagt Röttgers.



Besonders geeignet für Kommunikation mit Privatkunden
Nach seiner Einschätzung können die Angebote des Web 2.0 auch im Handwerk zur Marketingstrategie gehören: Dabei denkt der 37-Jährige in erster Linie an alle Betriebe, die für Privatkunden arbeiten. "Ob Bäcker, Fleischer, Tischler oder Sanitär-Unternehmen - für alle, die direktes Kundenmarketing machen, ist das interessant."

Jüngere Kunden ansprechen
Besonders jüngere Kunden ließen sich so erreichen. "Es twittern zwar alle Altersgruppen, aber gerade die Jüngeren setzen sich mit dem Medium sehr intensiv auseinander. Das sollten wir nutzen - auch um das positive Bild des Handwerks ins Internet zu übertragen."

Daran arbeiten die Junioren des Handwerks. Gerade erst haben sie sich im Rahmen eines Workshops mit dem Web 2.0 beschäftigt. Das Ergebnis: "Ein Teil der Teilnehmer grübelt zwar noch, aber der andere Teil hat sich gleich während des Seminars bei Twitter angemeldet und losgetwittert."

Andere Strategien für Geschäftskunden
Kritischer sieht Röttgers den Einsatz von Twitter und Facebook in Betrieben, die hauptsächlich für gewerbliche Kunden tätig sind. "Für solche Unternehmen sind diese Medien nicht die optimalen Marketingkanäle. Da muss man eine andere Strategie fahren." Darum twittert er als Geschäftsführer der Karl Röttgers GmbH auch nicht. Der Malerfachbetrieb arbeitet überwiegend für gewerbliche Kunden, "die würden wir so nicht erreichen".

Dennoch kennt sich Röttgers mit dem Web 2.0 gut aus: Seit mehr als einem Jahr twittert er schon für die Handwerksjunioren, auch bei Facebook ist der Verband mittlerweile mit einer eigenen Seite zu finden. "Ich sehe Twitter als Verbandsmedium, um aktuell in Diskussionen einzureifen und um auf Veranstaltungen hinzuweisen". So genutzt, sei Twitter auch "eine Art Verbands-Tagebuch".

Tipp: Röttgers empfiehlt Handwerkern, die ins Web 2.0 einsteigen wollen, sich Anregungen direkt im Web zu holen - durch interessante Twitter-Accounts. Zum Beispiel bei

Und welche Twitterer würde Sie empfehlen? Schreiben Sie uns hier Ihre Tipps und Kommentare.

(jw)

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8 Kommentare zu "Für welche Handwerker lohnt sich Web 2.0?"

  1. Rudolf Maier - 18.06.2010, 09:08 Uhr (Kommentar melden)

    Web 2.0 – Social Media – Das „MitmachWeb“. Man versteht darunter die Vernetzung durch eine „Architektur des Mitwirkens“ (jeder kann mitmachen). Im Gegensatz zum Internet vor 10 Jahren werden Informationen nicht nur aus dem Netz geholt (Web 1.0), sondern auch in das Netz eingespeist. Man gibt z. B. Bewertungen ab, man stellt Testberichte ein, gibt Kommentare in Blogs ab usw.. Und ein wesentlicher Punkt: Das Web ist die Plattform (anstatt des lokalen Rechners). Ausser dem Browser wird keine zusätzliche Software benötigt. Der Zugriff ist weltweit von jedem beliebigen Rechner, der eine Internetverbindung hat, möglich. In Anbetracht dessen, dass vor 10 Jahren die meisten noch über ein analog-Modem (teilw. auch schon ISDN) angeschlossen waren und die Seiten teilweise 20 Sekunden zum Aufbau brauchten und heute sogar im Privathaushalt bis zu 16 Mbit und mehr DSL-Leitungen zur Verfügung stehen hat sich an der Technik eine ganze Menge geändert. Ein paar Gedanken, Infos und ein kurzes Video gibt´s auch noch auf http:www.budicon.deweb20 Unter Web 2.0 versteht man das "Mitmach-Web". Vor 10 Jahren (Web 1.0)

  2. MKlatetzki - 18.06.2010, 09:03 Uhr (Kommentar melden)

    Web 2.0 - Der Begriff ist (sorry:) durchgelutscht, aber die Entwicklung ist schon beachtlich: das "Mitmach-Internet" - also Platformen und der Trend, aktiv im Internet mitzumischen - abseits der eigenen Homepage, oder aber dadurch, entsprechende Features auf der eigenen Präsenz anzubieten. Kundenbewertungen auf der Seite, ein Wiki oder ein Forum, oder oder oder. Es ist Fluch und Segen, wenn Ihr Kunde Ihr Produkt plötzlich bei You-Tube präsentiert. Sind Sie dann in der Pflicht, ein Topprodukt abzuliefern, dass er in höchsten Tönen lobt, oder können Sie damit leben, dass er es vor X Leuten im Video zerreisst? Ob Sie wollen, oder nicht: Früher oder später erlauben sich auch Ihre Kunden öffentlich über das Web 2.0 eine Meinung über Sie. Das muss nicht global erfolgen (Interessiert den Schweden die Arbeitsplatte aus Mainz?) - aber lokale Portale, die Ihr Umfeld betreffen (z.B. MeineStadt), gibt es nicht seit gestern. Bis zum Bewertungsvideo über den Metzger von nebenan fehlt nicht viel. "Mitmach-Web" ... das wünscht man sich beim Online-Banking nicht unbedingt. Oder möchte jemand helfen, mein Konto zu füllen?! *g*

  3. anon - 16.06.2010, 11:31 Uhr (Kommentar melden)

    Diese sog. "Apps" gibt es übrigens schon etwas länger -p

  4. Heiko Hottenrott - 16.06.2010, 11:19 Uhr (Kommentar melden)

    Genau!!! Jetzt haben wir so langsam Web 1.0 erreicht! Wir sind mit unserer Internetseite seid 1998 im Netz. Welche Entwicklung betiteln? Das ist es ja - es gibt keine neue Technik - die vorhandene wird nur besser und mehr genutzt! Also klar kann man Preise usw. jetzt besser vergleichen usw. - Ob ich persönlich als Handwerker das jetzt besser finde (Siehe MyHammer und Co.) das steht auf einem anderen Blatt -) Im übrigen gab es "Online-Banking" auch schon vor 10 Jahren :-) Naja, damals hieß es BTX-Banking :-) Mal ehrlich - wer versteht denn "Web 1.0", "Web 2.0", "Web 3.0" ...... ? Wo liegen die Grenzen dazwischen?

  5. anon - 16.06.2010, 10:10 Uhr (Kommentar melden)

    Mich stört der Begriff "Web 2.0" auch sehr. Das Internet macht endlich genau das wofür es ursprünglich konzipiert wurde. Nur schneller, optisch angenehmer und benutzerfreundlicher. Wir haben WEB 1.0 erreicht!!!

  6. Grit Gehlen - 16.06.2010, 09:45 Uhr (Kommentar melden)

    Hallo. Ich finde den Begriff Web 2.0 auch nicht berauschend und wir sprechen ja jetzt schon über Web 3.0 - aber wie sollte man die Entwicklung sonst betiteln? Nicht zustimmen kann ich der Kommentatorin zuvor, Heike Hottenrott: Das Internet vor 10 Jahren war im Vergleich zu jetzt eine Krücke. Konnten Sie schon vor 10 Jahren einen Kühlschrank umfangreich im Preisvergleich recherchieren, dann online kaufen, gleich per Online-Banking bezahlen und gleich auch noch über das Internet bei Ihrer Gemeinde den Sperrmüll anmelden? Das allein zeigt, welche Möglichkeiten das Netz mittlerweile bietet und ich bin stolz auf alle Handwerker, ob Bäcker, Fleischer oder Schuhmacher, die das www für sich entdeckt haben, Wege und Möglichkeiten ausloten und ausprobieren und nicht nur zugucken! Nur so kommt das web 3.0 in Schwung...oder sind wir schon mittendrin und keiner merkt es? Meine Twitter-Empfehlungen sind all jene denen ich folge - einfach mal bei Twitter GRUENDER-MV.DE eingeben. Grit Gehlen

  7. Andreas Gärtner - 16.06.2010, 09:15 Uhr (Kommentar melden)

    http://twitter.com/kaminexperte

  8. Heiko Hottenrott - 16.06.2010, 09:05 Uhr (Kommentar melden)

    Hallo, also erstens sollte man vielen Handwerkern erklären was mit "Web 2.0" überhaupt gemeint ist. Denke das 99% der Handwerker mit dem Begriff absolut nichts anfangen können! Ich persönlich halte den Begriff für überflüssig und blödsinnig - Im Internet hat sich seid den Anfängen nichts geändert, nur die Anzahl der Nutzer und Plattformen hat natürlich extrem zugenommen. Foren sowie ähnliche Plattformen wie Facebook usw. gab ich auch schon vor 10 Jahren! Also jeder Handwerker der seine Firma im Internet präsentiert (Homepage) und dieses auch selbst pflegt inkl. der Email-kommunikation usw. befindet sich im "Web 2.0" - genau wie schon vor 10 Jahren. Seine Firma bei Facebook und Co. zu präsentieren sehe ich sehr skeptisch. Es macht in meinen Augen eher einen unseriösen Eindruck und auch im Hinblick auf rechliche und Datenschutzprobleme würde ich vielen Kollegen eher davon abraten. Ebenso sollte man die Nutzungsbedingungen der Anbieter genau durchlesen, da gewerbliches Handeln auf einigen Plattformen oft untersagt ist!!!!!