Fritz Roth
Der Bestatter und die eigene Beerdigung
Trauerparcours im Keller
2003. Das erste Interview mit Roth. Schon damals haftete ihm ein Etikett an: Ketzer der Branche, Freidenker. Einer, der sich mit der Welt anlegt, wenn’s denn sein muss. Bürgerlicher Ungehorsam ist ihm ein Anliegen. Und ein Spaß.
2011. Besuch in Bergisch Gladbach, Video-Reportage. Unter anderem ging es um Beerdigungen von Kindern. Normalerweise bin ich derjenige, der die Fragen stellt. An diesem Tag hat Roth den Spieß umgedreht. Wir haben uns lange unterhalten, über die Trauer der Menschen, über die eigene Trauer. Mir lief die Zeit weg. Schon zwei Stunden waren vergangen und ich hatte noch keine einzige Szene gedreht.
Aber Fritz Roth ist eben Fritz Roth: "Kommen Sie mal mit, ich will Ihnen etwas zeigen." Im Untergeschoss seiner "Trauerakademie" hat er eine Art Parcours installiert, der die verschiedenen Phasen von Trauer symbolisiert. Am Anfang scheint es, als würden Felsbrocken durch ein Fenster in einen Raum rollen. Man betritt die Steine, die etwas wackelig sind – die Phase der Unsicherheit. Und so geht das weiter mit der Stimme von Roth im Rücken. Ein selten intensives Erlebnis. Und das Video haben wir auch noch gedreht.
Sommer 2012: Roth sitzt in der WDR-Talkshow von Bettina Böttinger und spricht über seine Krebsdiagnose. Medienerfahrene Leute wie Gerburg Jahnke oder Peter Klöppel verblassen neben ihm.
Keine Schnitte, kein Vorspann, Fritz Roth pur - lesen, hören und sehen Sie Seite 3.
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Genauso habe ich mir mein Abschied vorgestellt.......auch bevor ich diesen Beitrag gesehen habe. Ich hätte am liebsten einen Gospelchor der singt " Oh Happy Day".Der Tod gehört zum Leben.....