19.11.2010
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Konjunktur

Friseure im Wartestand

Jeder zweite Handwerksunternehmer bestätigt die Konjunkturbelebung. Sechs Branchen hat der Aufwind voll erfasst, nur eine spürt noch nichts davon.

Noch positiver als das Ergebnis der handwerk.com-Umfrage fällt die Konjunkturumfrage des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) zum dritten Quartal 2010 aus. Hier berichten 79 Prozent der Betriebe von mehr oder gleichbleibenden Aufträgen .

ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke zeigt in seinem Statement zu den Zahlen auf, dass es in den meisten Gewerbegruppen positive Tendenzen gibt. Nur Friseure, Schneider und Co müssen sich demnach noch in Geduld üben:

  • Bau: Die Auslastung ist im dritten Quartal auf 84 Prozent gestiegen. Kommunale Investitionen, der sich belebende Wohnungsbau und die Sanierungsnachfrage treiben vor allem den Hochbau an.
  • Ausbau: Auslastung und Auftragsvorlauf steigen. Die Betriebe bauen Beschäftigung auf.
  • Gewerblicher Bedarf: Exportnachfrage und Investitionstätigkeit haben sich belebt. Das wirkt sich auf die handwerklichen Zulieferer und Dienstleister positiv aus. Die Betriebe bauen langsam wieder den Personalbestand auf.
  • Kraftfahrzeuggewerbe: Das Minus im Pkw-Geschäft schrumpft, das Geschäft mit Nutzfahrzeugen zieht an, der Gebrauchtwagenmarkt belebt sich, die Werkstattauslastung verbessert sich.
  • Lebensmittel: Fleischer, Bäcker und Konditoren profitieren vom privaten Konsum und einem Trend zu mehr Qualität.
  • Gesundheit: Die demografische Entwicklung in Deutschland wirkt sich positiv aus, außerdem steigt die private Nachfrage. Ein leichter Beschäftigungsaufbau ist zu verzeichnen.
  • Persönliche Dienstleistungen: Bei Friseuren, Schneidern, Schuh- und Uhrmachern schlägt sich der Aufschwung nur zögerlich nieder.
(bw)

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1 Kommentar zu "Friseure im Wartestand"

  1. B.Brand - 19.11.2010, 12:30 Uhr (Kommentar melden)

    Daß die bessere Konjunktur bei den Friseuren offiziell nicht ankommt, ist eigentlich klar und logisch. Es machen immer mehr neue Friseure einen Betrieb auf, dessen Leistungen sich in den Statistiken nicht widerspiegeln, da sie teilweise Einmann-Betriebe sind und oder nur mit Minijobbern arbeiten und keine (verwertbaren) Zahlen an die Finanzbehörden und die Kammern und alle weiteren Institutionen liefern- sprich mehr schwarz als offiziell arbeiten. Wenn in einem Ort mit 12TSD Einwohnern über 10 offizielle Friseure ein Geschäft betreiben und mindestens die gleiche Anzahl bekannte Schwarzarbeiter fleissig werkeln od. auch gelernte Friseurinnen offiziell in Altenheimen usw. ihre Dienste anbieten, dann kann die Statisik nicht stimmen wie auch die Betriebsergebnisse der ordentlichen Betrieb nicht mehr stimmen können!