17.04.2012
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Fragen an die GEZ

GEZ: Kein Radio, trotzdem zahlen?

Ist ein Lager eine "Betriebsstätte"? Sind Transporter gebührenpflichtig, obwohl kein Radio eingebaut wurde? Auch die neuen GEZ-Regeln werfen Fragen auf. Wir haben die Antworten.

Dass die GEZ derzeit Formulare verschickt, weil die Rundfunkgebühren ab 2013 neu geregelt werden, hatten wir berichtet . Mit dem 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrag soll die Gebührenwelt einfacher und verständlicher sein.

SHK-Meister Norbert Meyer (Name geändert) kommentiert das so: "Das Formular wirkt tatsächlich einfach, dennoch bin beim Ausfüllen unsicher – bei der GEZ möchte ich aber nicht nachfragen, weil ich in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit deren Fahndern gemacht habe."

Ein spezielles "Projektbüro" beim Südwestrundfunk in Mainz befasst sich mit den Unklarheiten auf Unternehmerseite. Meyer, Müller, Schmidt: Wir haben die ersten Leseranfragen anonymisiert und weitergeleitet – hier die Antworten.

Kfz: kein Radio, trotzdem zahlen? Frage 1.

 
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5 Kommentare zu "GEZ: Kein Radio, trotzdem zahlen? "

  1. René Ketterer (online-boykott.de) - 25.04.2012, 13:42 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Ach ja, fast vergessen – Es laufen Aktionen dagegen. Eine davon findet man hier:
    http://online-boykott.de/de/unterschriftenaktion

  2. René Ketterer (online-boykott.de) - 25.04.2012, 13:39 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    "lediglich", "nur" usw. – Wirkt alles harmlos, ist es aber nicht!
    Ein Beispiel aus dem realen Leben:
    Malerbetrieb mit 16 Mitarbeitern und 4 Fahrzeugen:
    Bisher zahlt der Malerbetrieb (widerwillig) 5,76 EUR im Monat für den PC, der er gezwungenermaßen für die Steuererklärung anschaffen musste. Die Fahrzeuge haben bewusst kein Radio, so dass hier keine weiteren Gebühren anfallen.
    Ab 2013 zahlt er Staffel 2, also 17,98 EUR im Monat. Dazu muss er für jeden Wagen ab dem zweiten zusätzlich 5,99 EUR im Monat, also zusätzlich 17,97. Summa summarum macht das 35,89 EUR im Monat. Auf ein Jahr gerechnet:
    Früher: 69,12 EUR Ab 2013: 430,68 EUR
    Eine satte Steigerung von 623% - Mehr als das Sechsfache!!!

  3. Shackleton - 21.04.2012, 21:16 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Mich empört auch die Mehrfachzahlung. Wir zahlen nicht mehr pro Hörer, sondern pro möglichem Empfangsgerät. Welcher Skrupellosigkeit erliegen wir? Wie können die Bundesgerichte so tun, als würden sie dieses Regelungen nicht kennen?
    Beinahe hätte ich heute dem armen Karl-Heinz Rummenigge die schwarzafrikanische Elefantengrippe an den Hals gewünscht, als er meldete, dass die Bezahlsender einen derartigen Aufschwung erwarten, dass dem DFB nun Rekordeinnahmen winken. Das zeigt, es geht auch anders. Ich brauche die Öffentlichen nicht.
    Warum wird man nun gezwungen, zum hundertsten Gedenktag des Titanic-Unterganges, der GEZ diese Unsummen zahlen zu müssen? Hilfe. Gibt es keinen Eisberg, der diesen Klepper zum Versinken bringen kann? Brauchen wir die Werft von Harland & Wolff? Brauchen wir einen Kapitän Edward John Smith? Wo gibt es noch Ingenieure wie die Schiffsarchitekten Alexander Carlisle, Thomas Andrews und Edward Wilding?

  4. Th.Grobe - 20.04.2012, 12:01 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Die deutschen Gewerbetreibenden und die Industrie sind die Verlierer der Reform. Sie sollen also für die Defizite des öffentlich rechtlichen Rundfunks aufkommen. Die deutsche Politik ist nicht in der Lage den Bürgern rüberzubringen, dass für rund 18 EURO im Monat Rundfunk und Fernsehen nicht mehr finanzierbar ist. In meinem Fall wirft sich die Frage auf, ob ich für etwas zahlen muss, was ich gar nicht nutze. Anderenfalls zahle ich ja bereits privat GEZ und der Mitarbeiter, der das KFZ fährt auch. Was hat die gewerbliche Zulassung eines Fahrzeugs zum Straßenverkehr mit Rundfunkgebührenpflicht zu tun? Das Bedauerliche für den "Gebührenschuldner" ist wie auf handwerk.com berichtet, dass die Zulassungsdaten der Fahrzeuge an die GEZ übermittelt werden und somit keiner der KFZ bezogenen Gebühr entkommen kann. Zur Schonung der Nerven bleibt sicher nur eins: zahlen und Radio nachrüsten

  5. Brehme - 19.04.2012, 18:25 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Wir sind ein mittelständisches Unternehmen im Umweltservice und nutzen eine Menge Baucontainer für unsere Mitarbeiter. Müssen die darin stehenden Radio-Geräte und auch die internet-tauglichen Laptops der Ing. angemeldet werden?