11.03.2010
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IDEA

Fallstricke bei der digitalen Betriebsprüfung

Die digitale Betriebsprüfung mit dem Programm IDEA geht schnell und kann gravierende Folgen haben. Zum Beispiel wenn Angebotspreise und Rechnungen deutlich voneinander abweichen. Was die Prüfer alles checken, lesen Sie hier.

Was Betriebsprüfer mit Hilfe der IDEA-Software alles schnell und wirksam kontrollieren können, berichtet die Internetseite mein-geschaeftserfolg.de:

 

  • Kasse: Lagen im Prüfungszeitraum negative Kassenbestände vor, kann das zu einer Erhöhung der zu versteuernden Betriebseinnahmen führen.
  • Rechnungsnummer: Haben die Rechnungen keine fortlaufenden Rechnungsnummern, so könnte der Betriebsprüfer das auf fehlende Abrechnungen und nicht verbuchte Einnahmen zurückführen.
 
  • Rechnungssumme: Anhand der Summer aller Rechnungen kann der Betriebsprüfung die Vollständigkeit der Betriebseinnahmen kontrollieren.
 
  • Vergleich zwischen Rechnung und Angebot: Der Betriebsprüfer kontrolliert, ob der Betrag der Endabrechnung unter dem Angebotspreis liegt. Deutliche Abweichungen könnten Hinweise auf Schwarzarbeit sein.
 
  • Zeitreihenvergleich: IDEA kann auch das Verhältnis von Wareneinkauf und Erlös wochen- und monatsweise vergleichen. So ergeben sich Anhaltspunkte, falls der Betrieb Bareinnahmen nicht vollständig erfasst hat.
 
  • Statistische Analysen: Zwei statistische Verfahren geben Aufschluss darüber, ob ein Unternehmer die Buchführung möglicherweise manipuliert hat. So deckt die “Benford-Analyse ungewöhnliche Verteilungen bei Anfangsziffern auf, während der “Chi-Quadrat-Test“ auffällig häufig verwendete Ziffern und Zahlenkombinationen ermittelt.
  • Abgleich von Kontonummern: IDEA gleicht auch Gehaltskonten von Minijobbern ab. Haben mehrere Minijobber dasselbe Gehaltskonto, so liegt die Vermutung nahe, dass ein einziges Beschäftigungsverhältnis über mehrere Minijobs abgerechnet wurde.
 
  • Bewirtung: IDEA überprüft zudem die Wochentage, für die ein Unternehmer Bewirtungen abgesetzt hat. Entdeckt ein Betriebsprüfer Bewirtungstermine überwiegend am Wochenende, so kann er einen privaten Anlass vermuten.
(jw)



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1 Kommentar zu "Fallstricke bei der digitalen Betriebsprüfung"

  1. Kasper Ski - 12.03.2010, 16:33 Uhr (Kommentar melden)

    Eine Prüfung bedeutet doch, dass die Angaben des Steuerpflichtigen (nochmals) auf Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft werden. Aber so wie sich das mit dem Einsatz von bemerkenswerten Hilfsmitteln darstellt, wird der Unternehmer erstmal als Lügner und Betrüger betrachtet. Und Mutmaßungen sowie emotionale Rückschlüsse auf Geschäftsvorfälle sind zunächst nicht beweisbar sondern dienen eher als Vorwurf oder gar als Beschuldigung. Man wird als potentieller Gesetzesbrecher betrachtet und auch so behandelt. Wie soll man da noch Respekt vor der Aufgabe eines prämierten Kopfgeldjägers haben ?