05.12.2011
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Reich und schön

Erfolgsfaktor Schönheit

Moppelige Manager verdienen weniger. Und Handwerker, die optisch versprechen, was Sie halten, verkaufen erfolgreicher. Wirtschaftsprofessorin Sonja Bischoff verrät die wichtigsten Erkenntnisse über Schönheit im Geschäft.

Aktuelle Studien belegen: Attraktive Menschen haben beruflich messbar mehr Erfolg.
Aktuelle Studien belegen: Attraktive Menschen haben beruflich messbar mehr Erfolg. - 
Foto: bilderbox

Zupacken können und fachliche Kompetenz mitbringen? Das allein macht noch keinen Erfolg. Wirtschaftsprofessorin Sonja Bischoff betont, dass der Erfolgsfaktor "äußere Erscheinung" in den vergangenen Jahren insgesamt deutlich an Gewicht gewonnen hat. Sie muss es wissen, denn seit 1986 forscht sie auf diesem Gebiet.

Während amerikanische Wissenschaftler belegen, dass attraktive Manager in den USA deutlich mehr verdienen als moppelige Kollegen, beobachtet sie die Beziehung von Attraktivität und beruflichem Erfolg mit Blick auf Deutschland. Für handwerk.com trägt die Wissenschaftlerin, deren erster Berufswunsch Kfz-Mechanikerin war, ein paar Erkenntnisse zusammen.



1. Überschüssige Kilos schaden Frauen mehr als Männern
Kennen Sie Ihren Body-Mass-Index (Körpermasse in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat)? Er könnte Ihnen einiges über Ihre beruflichen Erfolgsaussichten verraten. Demnach finden sich in Führungspositionen wenig Frauen mit Übergewicht. Die Interpretation: Ihnen traut man beruflich weniger zu. Deutschen Männern steht ein Wohlstandsbauch weniger im Wege, wenn es um beruflichen Aufstieg geht.

2. Äußere Erscheinung ist wichtiger als persönliche Beziehungen
Über die Jahre hat der Erfolgsfaktor äußere Erscheinung den Erfolgsfaktor persönliche Beziehungen in seiner Bedeutung überholt, stellt Bischoff fest. Das mache sich in Tätigkeitsfeldern wie Marketing, Verkauf und PR besonders bemerkbar. Und damit auch in Bereichen, die für Handwerker überlebenswichtig sind. Bekanntermaßen gehört Klappern zum Geschäft. Spezielle Zahlen für das Handwerk gebe es nicht. Aber ein Maler, dem man aufgrund seiner äußeren Erscheinung kaum zutraut, auf eine Leiter zu steigen, ist in etwa so unglaubwürdig wie ein Tanzlehrer, den man beim Physiotherapeuten trifft, weil er sich kaum noch bewegen kann.

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