25.10.2011
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Diskussion

"Die Sozialkasse hat mein Konto gepfändet"

Pleite nach überraschender Soka-Forderung: Über dieses Thema hatten wir mit einem Sozialkasse Bau-Verantwortlichen gesprochen. Das Interview hat zwiespältige Reaktionen ausgelöst – handwerk.com-Leser sehen die Welt anders.

Der Schornsteinbauer Detlef Wartemann stellt sich "die Frage, ob wir eine Soka überhaupt noch brauchen. In keinem anderen Gewerk werden die Urlaubsgelder fremd verwaltet".

Und der User Nußknacker meint: "Wäre man an Lösungen interessiert, würde kein Betriebsinhaber veranlagt, der nachweisen kann, dass er seine Mitarbeiter das ganze Jahr einsetzt – und unabhängig von der Witterung."

Die vollständigen Leserbriefe und weitere Beiträge finden Sie hier .

Bei allem Ärger über die Sozialkasse darf man aber auch die Stimmen nicht übersehen, die die Soka-Bau verteidigen. Hans-Otto Rohde ist Arbeitnehmer-Vizepräsident der Handwerkskammer Oldenburg. Er kann sich kaum vorstellen, dass ein Betrieb der Baubranche noch nie etwas von den Begriffen „Urlaubskassenverfahren“ oder „Pensionskasse“ gehört haben will und von plötzlichen Forderungen überrascht wird: „Oft ist das garantiert ein vorgeschobenes Argument.“

Der Maurerpolier verweist auf die Bedeutung der Sozialkasse Bau für die Arbeitnehmer der Branche. Allein die Rentenbeihilfe werde derzeit an 420 000 ehemalige Beschäftigte des Baugewerbes ausgezahlt. Als weiteres Beispiel nennt Rohde die Ausbildungsförderung: „Alle Betriebe zahlen ein. Nur die Betriebe, die ausbilden, bekommen Gelder zurück. Um das Umlageverfahren beneiden uns viele Wirtschaftszweige.“

(sfk)

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